The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:

 

Jochen Friedrich Neckel wurde am 2. Februar 1737 als Sohn des Brauers und Gastwirts Christian Gottfried Neckel im Dom zu Schwerin getauft.

1758 taucht sein Name noch einmal und wieder unter einem 2. Februar im Domkirchenbuch auf: Er steht, jetzt 21-jährig, zusammen mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Catharina Elisabeth Christina Pate bei dem Sohn eines Asmus Ridder in Schwerin.

Die nächste, 9 Jahre später datierte und Friedrich betreffende Eintragung entnahmen wir dem Kirchenbuch von Neese, zu dessen Durchsicht verschiedene Bittgesuche und herzogliche Verfügungen, die wir in den im Schweriner Archiv lagernden Kabinettsakten gefunden hatten, den Anlaß gaben. Auch diese Eintragung lief unter einem 2. Februar, diesmal dem des Jahres 1767, und wieder war es eine Taufe, bei der Friedrich eine Rolle spielte.

Getauft wurde diesmal seine eigene Tochter Louisa Maria Friederike und zwar laut Kirchenbuch als uneheliches Kind der Wirtschafterin und Ausgeberin Dorthe Liesette Knot und des in den Diensten des Barons von Dittmar auf Neese stehenden Jägers Fritz Neckel.

Dieser Eintragung konnten wir entnehmen, daß Friedrich bei dem Reichshofrat Baron von Dittmar als Jäger in Neese angestellt war. Wo und bei wem er seinen Beruf erlernt hatte, ließ sich leider nicht ermitteln.

Am 27. Januar 1769 verheiratete Friedrich sich in Neese mit der aus Neuenkirchen bei Wittenburg gebürtigen Dorothea Elisabeth Knuppert. Wir vermuten, daß Friedrichs Frau schon die Mutter der vorehelich geborenen Tochter Louise war.

Es ist anzunehmen, daß bei der Dorthe Liesette (Dorothea Elisabeth) der Nachname Knot verschrieben war.

Weitere Kenntnisse über Friedrichs Lebenslauf vermitteln uns die bereits angeführten Kabinettsakten.

Am 19. Juni 1770 erhielt Friedrich auf ein von den Baron von Dittmar für ihn eingereichtes Gesuch hin die herzogliche Versicherung, daß er bei Gelegenheit - das heißt, sobald eine entsprechende Stelle frei werden würde - als Hofjäger oder als Förster angestellt werden sollte.

Fast zwei Jahre vergingen, bis sich eine solche Gelegenheit bot: Am 14. März 1772 wies der Herzog ihm zwar keine Försterstelle, sondern die nur sehr bescheidene Holzwärterstelle in Gädebehn zu.

Nach seinem Schreiben an den Herzog vom 28. März 1772 war Friedrich seit zwei Jahren ohne Beruf und ohne jeden Verdienst.

Friedrich Neckel und seine Frau, Dorothea Elisabeth geb. Knuppert hatten acht Kinder:

1. Louisa Maria Friederika, geb. Neese 2.2.1767, keine Paten

2. Friedrich Christian, geb. Neese 6.8.1769

Die Taufeintragung fehlt im Kirchenbuch von Neese. Geburtsort und -Tag sind der Volkszählungsliste 1819 des Klosteramts Dobbertin für den Ort Schwinz entnommen.

3. Johann August, geb. Neese 21.6.1771 gest. 23.8.1771

Paten:

Johann Peter Röper, Pastor loci

August Daniel Ebel, Pensionarius zu Beekentin

Mademoiselle Margar. Elisabeth Dittmar

4. Hedwig Maria Christiana, get. Neese 21.6.1771 gest. 23.8.1771

Paten:  

Frau Oberappellationsrätin

Hedwig Elisabeth Crusewi

Frau Pastorin Juliane Röpern

Frau Marie Christine Ebeln,

Verwalterin zu Beckentin

5. Rudolph Christian August, get. Gädebehn 25.9.1772

Paten:

Oberforstinspektor Wulff

Pensionarius Black

Förster Allerdings Eheliebste

6. Karl Jochen Friedrich, get. Gädebehn 22.11.1774

Paten:

Pensionarius Schröder zu Dabel

Chirurgus Wüsthoff

Müller Cords Ehefrau

7. Magdalene Elisabeth, get. Gädebehn 22.9.1777

Paten:

Bäcker Wüsthoff und dessen Ehefrau

Frau Müllerin Cords aus Rönckendorf

8. Wilhelm Ludwig Christoph, get. Muchow 13.1.1780

Paten:

Mad. Wilhelmine Giesen

Herr Heinr. Ludwig Giese

Joh. Christoph Kröger

Friedrich wohnte aber zu dieser Zeit noch in Neese, wo auch inzwischen sein ältester Sohn Friedrich Christian zur Welt gekommen war. Ein Zwillingspaar war wenige Wochen nach seiner Geburt wieder gestorben.

Dennoch war er mit der Übernahme der Holzwärterstelle in Gädebehn keineswegs einverstanden und hielt die Zuweisung dieser schlecht bezahlten Stelle mit der Versicherung des Herzogs, ihn als Hofjäger oder Förster einsetzen zu wollen, unvereinbar. Er bat den Herzog um so viel Zulage, als die Gage eines Hofjägers betrüge, weiter um die Anwartschaft auf die nächst freiwerdende Försterstelle und schließlich um die Bestallung als Förster. Lediglich das letztere wurde ihm gewährt - er konnte sich den Titel eines Försters zulegen.

Aus seinem nächsten am 18. Mai 1772 an die Herzogin gerichteten Bittgesuch erfahren wir dann, daß er auf Anraten des Hofrats Boldt (Bolte) die Gädebehner Holzwärterstelle vorerst angenommen hätte und auch vereidigt worden sei. Er trug der Herzogin jedoch vor, daß er von seiner nicht erhöhten Gage nicht leben könne und bat sie um Vermittlung bei dem Herzog, daß ihm die Anwartschaft auf eine Försterstelle zugesagt werden möchte. Diesmal hatte seine Bittschrift Erfolg. Bereits am 23. Mai 1772 erhielt er wieder die Anwartschaft auf eine Hofjäger- oder Försterbedienung.

Mit seinem uns vorliegenden Brief vom 13. August 1774 beantwortete Friedrich ein an ihn gerichtetes Schreiben eines Oberforstinspektors. Wahrscheinlich war es der Oberforstinspektror Wolf, der von ihm wissen wollte, ob er Lust hätte, seine jetzige Station mit der eines Hofjägers zu vertauschen.

Aus Friedrichs Antwort erfahren wir jedoch, daß er lieber so lange in Gädebehn bleiben wolle, bis eine Försterstelle frei werden würde. Wieder beruft er sich auf den Hofrat Boldt, der ihn darauf aufmerksam gemacht hätte, daß mit der Holzwärterstelle in Gädebehn ein Zoll und eine Bier- und Branntweinschenke verbunden sei.

Obwohl er nur "matten und ermüdeten Reisenden" bisweilen ein Glas schwaches Bier ausschenkte, bat er den Oberforstinspektor dennoch um die schriftliche Erlaubnis hierzu. Wenn sich auch von den benachbarten Landkrügern noch keiner beschwert habe, so - schreibt er - wäre besser immer besser. Und wenn der Verdienst jährlich auch nur 5 Taler ausmachte, so hülfe eines doch das andere!

Ob der Oberforstinspektor ihm die erbetene Lizens hat zukommen lassen, war aus den Akten nicht ersichtlich. Wohl aber erhielt Friedrich am 29. August 1774 wiederum die Versicherung, daß er bei nächster Gelegenheit in eine bessere Forstbedienung eingesetzt werden sollte.

Jedoch am 16. November 1776, unter welchem Datum Friedrich den Herzog um Zuweisung von zwei Buchen bat, um mit dem Erlös aus denselben seine Schulden bei Arzt und Apotheker bezahlen zu können, war Friedrich immer noch Holzwärter in Gädebehn.

Auch seine jüngste Tochter, Magdalene Elisabeth, wurde ein Jahr später noch in Gädebehn geboren. Sein jüngster Sohn Wilhelm kam dann in Muchow zur Welt.

Am 25. August 1777 empfahl das Forstkabinett dem Herzog, den Förster Neckel als Oberförster in Kuchow einzusetzen, da er das Geschick zum Rechnungsftihrer habe und auch mitten im Neustädtischen Forstdistrikt wohne.

So hatte Friedrich nach vielen Jahren des Wartens und Ausharrens endlich das erreicht, was er sich gewünscht hatte - er konnte seine Holzwärterstelle in Gädebehn jetzt mit der Oberförsterstelle in Muchow vertauschen!

Leider sollte es ihm nicht vergönnt sein, diesen Posten noch über Jahre hinaus auszufüllen. Friedrich Neckel starb bereits im Alter von 44 Jahren am 5. April 1781 in Muchow und hinterließ seine Frau mit sechs Kindern, von denen das jüngste erst 15 Monate alt war.

Dorothea Elisabeth Neckel behielt während der nächsten Jahre ihre Wohnung in Muchow. Von hier aus richtete sie am 22. Oktober 1783 und an 8. November 1789 Bittgesuche an den Herzog. Im ersten erbat sie ein Gnadengehalt und wies darauf hin, daß ihr Mann sie mit sechs unerzogenen Kindern, von denen zwei bei Bekannten erzogen würden, hinterlassen habe. Aus dem zweiten Schreiben geht schon hervor, daß zwei von ihren Söhnen "die Jagd" erlernten.

Sie zog später zu ihrem ältesten Sohn Friedrich, der seit 1812 Förster in Schwinz war. Hier starb sie in Alter von 73 Jahren am 7. Januar 1816.

Louise Neckel heiratete den Maurermeister Christian Ludwig Rudolf Schmidt in Parchim, der am 2. September 1765 als Sohn des Rademachers Schmidt in Woserin geboren war.

Über den am 22.11.1774 zu Gädebehn geborenen Karl Neckel wie auch über die am 22.9.1777 gleichfalls zu Gädebehn geborene Magdalene Neckel konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen.

Heinrich Neckel:

 

Christian Friedrich Neckel, der sonst stets als Christian Gottfried im Domkirchenbuch erscheint, wurde am 26. Oktober 1713 im Schweriner Dom getauft. Seine Eltern waren Simon Nicolaus Neckel und Anna Margretha Schröder, eine Tochter des Krügers auf der Fähre bei Schwerin, Johann Hinrich Schröder.

 

Christian Gottfrieds Großvater väterlicherseits war Hans Neckel, der in seinen jüngeren Jahren Fürstl.Meckl. Einspänniger in Schwerin gewesen war, dann aber seit 1701 als Schneider und Schulmeister in Rugensee wohnte.

 

Wir dürfen wohl annehmen, daß Christian Gottfried zusammen mit seinen Eltern die später von Rugensee nach Groß Trebbow und dann nach Hundorf gezogenen Großeltern dann und wann besucht hat.

 

In Hundorf lebte zu dieser Zeit der 1644 geborene Hufener Hinrich Neckel, der nach dem Untertanenverzeichnis des Stiftsamts Schwerin von 1700 einen Stiefsohn im Alter von 36 Jahren und eine Tochter im Alter von 20 Jahren hatte.

 

Das Beichtkinderverzeichnis von 1703 macht über ihn folgende Angaben:

 

Hinrich Neckel, ein Witwer, Hausmann in Hundorf.

Jochim Wendt nebst seiner Frau ist sein Stiefsohn.

Jochim Gösch und seine Frau ist sein Knecht.

Christian Düsing, sein Junge.

 

Wir konnten mehrfach feststellen, daß der Ehemann einer Bauerntochter, falls er bei seinem Schwiegervater arbeitete, als dessen Knecht aufgeführt wurde. Darum ist es nicht ausgeschlossen, daß Jochim Gösch mit Hinrich Neckels Tochter verheiratet war.

 

Christian Gottfrieds Onkel war der um fast 2 Jahre ältere Bruder seines Vaters, Hinrich Neckel, der Küster und Schneider in Wittenförden.

 

Seine Vettern waren:

 

1. der 1715 in Cramon geborene, spätere Webermeister in Schwerin, Christopher Neckel;

2. der 1727 in Wittenförden geborene, spätere Kutscher Georg (Jürgen) Christian Neckel und

3. der 1731 in Wittenförden geborene Jochim Hinrich Neckel, der spätere Hofjäger zu Schwerin.

 

Christian Gottfried war also 18 Jahre älter als sein jüngster Vetter, Jochim Hinrich in Wittenförden, der erst 22 Jahre nach der Eheschließung seiner Eltern zur Welt gekommen war.

 

Christian Gottfrieds ältester Sohn, Jochim Friedrich, der spätere Förster zu Neese, Gädebehn und Muchow, war 6 Jahre Jünger als der Hofjäger Jochim Hinrich, der als Vetter seines Vaters sein Onkel zweiten Grades war.

 

Christian Gottfried wurde am 30. September 1735 Bürger in Schwerin. Von Beruf war er Brauer und Gastwirt, und wir nehmen an, daß er in der Rostocker Straße wohnte. Als er sein Bürgerrecht erwarb, hatte er noch nicht sein 22. Lebensjahr vollendet. Die Eintragung im Stadturkundenbuch, die sein Alter mit 24 Jahren angibt, beweist wieder einmal, wie wenig zuverlässig solche Angaben sind.

 

Da sein ältester Sohn im Februar 1737 zur Welt kam, wird Christian Gottfried wahrscheinlich im ersten Halbjahr 1736, also schon im Alter von 22 Jahren, in den Ehestand getreten sein.

 

"Frau Beate Ölgard Neckel" fanden wir fünfmal im Domkirchenbuch als Patin eingetragen. Leider suchten wir vergeblich nach ihrem und ihres Mannes Trautag und wissen darum auch nicht ihren Geburtsnamen.

 

In der nachstehenden Taufeintragung erscheint Christian Gottfrieds Frau zum ersten Mal im Donkirchenbuch:

 

Getauft: 1. November 1739

Johann Hinrich Karrich Sohn

Johann Christoph Ludwig

Paten:

K. Joh. Fried. Prignitz, Pens.v.Settin

H. Christoph Prosch, Pensionär v.Zitlitz

Fr. Beata Nekeln

 

Den Namen Karrich konnten wir in Schwerin nicht feststellen. Zietlitz und Settin waren Domanialgüter, die zu den Kirchspielen Pinnow bzw. Crivitz gehörten, Ortschaften also, von denen der Weg nach Schwerin an der Fähre und damit am Fährkrug vorbeiführte. Wir haben den Eindruck, als ob Beate Ölgard sich unter den genannten Personen im Verwandten- oder Freundeskreis ihrer eigenen Eltern befand und wir ihren Geburtsort im Umkreis der angeführten Güter zu suchen haben.

 

Unter den Paten der eigenen Kinder kommt nach unserer Meinung "H. Rochow", der bei ihrem ältesten Sohn, Jochim Friedrich, Pate stand, als ihr Vater in Frage. Die Familie Rochow fanden wir vertreten: von 1677 - 1704 mit Marten Rochow in Meteln, um 1833 (lt.Staatskalender) mit der. Förster Ludwig Rochow in Wittenförden und 1899 (Adreßbuch) mit der Försterwitwe Rochow in Schwerin.

 

Wie es in unserer eigenen Familie der Fall war, könnten auch Angehörige der Familie Rochow durch mehrere Generationen Jäger oder Förster gewesen sein.

Der Pate "H. Rochow " als Beate Ölgards Vater und als Förster gesehen, gäbe uns die einfachste Erklärung dafür, daß zwei von Christian Gottfrieds Söhnen sich dem Försterberuf zuwandten: Jochim Friedrich und Johann Christoph.


Christian Gottfried und Beate Ölgard Neckel hatten 7 Kinder, die im Dom zu Schwerin getauft wurden:

 

1. Jochim Friedrich, get. 2.2.1737

Paten:

H. Friedrich Lorentz

H. Rochow

Fr. Gösch

2. Catharina Elisabeth Christina, get. 2.9.1739

Paten:

Frau Catharina Tiede

Frau Marg. Elis. Evers

Herr Hinrich Röper

3.   Maria Magdalena Dorothea, get. 8.1.1742

Paten:

Fr. Anna Maria Gabcke

Fr. Magdalena Dorothea Erich

N! Xylander

4.   Johann Christoph, get. 4.9.1744

Paten:

H. Joh. Christoph Martiensen

H. Christoph Löhr

Sophie Cornelia Apfelstädt

5.   Anna Catharina Sophia, get. 17.4.1747

Paten:

Fr. Anna Magdalene Lehl

Fr. Magdalene (Catharina) Schröder

Jgfr. Elisab. Sophia Bühring

6.   Agneta Margaretha, get. 17.6.1749

Paten:

Fr. Anna Agneta Wolff

Fr. Marg. Elisabeth Schultze

Mr. Jacob Grünwald

7. Georg Carl Gabriel, get. 24.12.1753

Paten:

H. Joh. Georg Koß

Mr. Ernst Carl Ebert

H. Gabriel Mumm

 

Zu den Paten bemerken wir folgendes:

 

Die Namen Gabcke, Martiensen, Löhr und Lorentz finden wir eine Generation später unter den Ratsherren -und Bürgermeistern von Schwerin wieder.

 

zu 1)

Friedrich Lorentz könnte der Enkel des Johann Lorentz gewesen sein, der am 22.11.1661 Bürger in Schwerin wurde und der, ebenso wie Peter Neckel, in Schweden geboren war.

Eine Dorothea Neckel, die am 24.5.1672 bei seinem Sohn Pate stand, hielten wir für Peter Neckels Schwester.

Über den Paten Rochow äußerten wir uns bereits.

In Frau Gösch sehen wir die Ehefrau des 1703 in Hundorf aufgeführten Jochim Gösch und vielleicht die Tochter des früheren Hufeners Hinrich Neckel.

Den Namen Gösch fanden wir in Schwerin zu dieser Zeit sonst nicht.

 

zu 2)

Catharina Tiede war die Ehefrau des Forstmeisters Christian Wilhelm Tiede.

Bei der Patin Evers weisen wir darauf hin, daß am 20.10.1700 Mr. Joh. Nickel , Christian Gottfrieds Großvater, zusammen mit einer Frau Evers Pate bei der Tochter eines Nicolaus Clasen stand.

Frau Marg. Elis. Evers könnte die Ehefrau eines Jost Hinrich Evers gewesen sein, bei dessen Sohn am 26.12.51 Johann Jochim Stange, der Schwager des Hofjägers Jochim Hinrich Neckel, als Pate genannt wird.

Ein Barthold Evers war bis etwa 1680 fürstlicher Gärtner in Schwerin. Gärtner war auch Baltzer Dethloff Stange, der Schwiegervater des Hofjägers.

Hinrich Röper war Müller und Pächter einer der beiden ältesten Mühlen Schwerins, nämlich der zwischen der Schloßstraße und Klosterstraße nach der früheren Kaiser Wilhelm-Straße zu gelegenen Grafen- oder Binnenmühle.

 

zu 3)

Nach den Namen Erich und Xylander suchten wir vergebens. Betr. Gabcke siehe oben.

 

zu 4)

Besonders erwähnen wollen wir den Töpfer Apfelstedt, der in der Rostocker Straße wohnte und vom Herzog das Privileg zur Anlage einer Fayence-Fabrik erhalten hatte. Eine Anzahl seiner Erzeugnisse haben die Zeit überdauert und kamen ins Museum,

Betr. Martiensen und Löhr siehe oben.

 

zu 5)

Anna Magdalene Lehl war die Ehefrau des Schwarz- und Schönfärbers Caspar Jochim Lehl, dessen Vater - auch ein Färber Caspar Lehl - am 25.1.1666 bei Johann Fischers Sohn Johann Caspar Pate stand.

(Am 2.4.1748 standen Caspar Lehl und Christian Gottfried Neckel Pate bei dem Sohn eines Hans Hinrich Niebur, der ein Nachkomme des Zimmermeisters Jochim Niebur gewesen sein könnte.

Magdalena Schröder könnte die Ehefrau des Oberförsters Schröder gewesen sein, die 1768 "außer dem Siechenbaum" in Schwerin wohnte. In ihr sehen wir eine Verwandte von Christian Gottfrieds Mutter, die ja eine Anna Margretha geb. Schröder war. 1763, in welchem Jahr die in der "Vorstadt" wohnenden Schweriner - zur Vorstadt gehörte die Rostocker Straße und die Gegend beim Siechenbaum - nicht mitaufgeführt wurden, führte das Kontributionsregister als einzigen Schröder in Schwerin einen Hofmusicus Schröder auf dem Großen Moor auf, der dort auch 1768 noch wohnte.

(Am 4.4.1755 standen Fr. Catharina Magdalena Schröder und Fr. Beata Ölgard Neckel zusammen Pate bei Johann Peter Fiedlers Tochter Magdalena Beata).

 

zu 6)

Frau Anna Agneta Wolff könnte die Mutter oder die Ehefrau des Oberjägers Wulff gewesen sein, der 1763 auf dem Großen Moor wohnte.

Jacob Grünwald war Oberjäger und 1768 als Oberförster auch unter den Paten von Jacob Neckel, dem späteren Pächter von Testorf, zu finden.

Zu der Patin Schultze können wir nur anführen, daß 1763 noch 3 Familien Schultze in'Schwerin lebten:

Ein Kunstdrechsler Schultze in der Grünen Straße, ein Fürstl. Kutscher und späterer Wagenmeister Schultze auf dem Glaisin und ein Perückenmacher Schultz in der Domgasse.

 

zu 7)

Johann Georg Koß gehörte, wie auch ein Hinrich Dethl. Koß, der am 26.2.1758 auch bei einem Sohn des Webers Christopher Neckel Pate stand, wahrscheinlich zu einer Ackerbürgerfamilie Koß, die 1768 ein größeres Anwesen an der Rostockor Straße besaß.

Carl Ebert war Buchbinder und wohnte in der Schusterstraße.

Martin Gabriel Mumm war Goldschmied. Von ihm angefertigte wertvolle Schmiedearbeiten befinden sich außer im Dom und in der Schelfkirche auch im Schweriner Museum.

 

Christian Gottfried stand am 20.2. 1736 zusammen mit dem Goldschmied Friedrich Gronow bei einem Sohn von Daniel Simon Pate, am 10.3.1749 gehörte er zu den Paten eines Sohnes von Jacob Simon Töllner.

 

Seine Frau, Beate Ölgard fanden wir an 26.3.1752 unter den Paten einer Catharina Beata Sophia, der Tochter eines Joachim Fischer.

 

1763 wohnte eine Pastorin Fischer geb. Bremer in der Domgasse und ein Brauer Fischer auf dem Großen Moor.

 

Über Christian Gottfrieds Patenschaft am 4.5.1745 bei Hans Jochim Dethmanns Sohn Johann Christian berichteten wir bereits. Den Vater des Täuflings hielten wir für den Hauswirt Hans Jochim Dethmann aus Boeken und für einen Verwandten von Ilsche Dethmann, der Ehefrau des Küsters Hinrich Neckel zu Wittenförden.

 

Die beiden ältesten Kinder Christian Gottfrieds, Jochim Friedrich und Catharina Elisabeth Christina, standen am 2.2.1758 bei einem Sohn des in der Vorstadt Schwerins wohnenden Asmus Ridder Pate.

 

Magdalene Neckel (geb. 8.1.1742) und Johanna Havemann waren am 8.6.1756 die Patinnen einer Tochter von Friederich Lüders.

 

Ein Wagenmeister Lüders (+ vor 1763) wohnte auf dem Kleinen Moor, eine Hofrätin Lüdera 1763 und 1763 auf dem Großen Moor in Schwerin.

 

Maria Magdalen»a Neckel wurde am 17.6.1779 in der Schloßkirche mit dem Hofoboisten Daniel Hinrich Busch getraut.

 

Christian Gottfrieds Söhne Jochim Friedrich und Johann Christoph wurden die Begründer des Älteren Muchower bzw. des Jüngeren Wabeler Försterastes.

Leider können wir über seine anderen Kinder keine Aussagen machen.

 

Auch von Christian Gottfried und Beate Ölgard müssen wir Abschied nehmen, ohne daß wir ihren Lebensweg weiterverfolgen konnten. In den Schweriner Häuserregistern von 1763 und 1768, in welch letzterem ja auch die Hausbesitzer in der Rostocker Straße aufgeführt wurden, sind sie nicht mehr genannt.

1. Förster Unterstamm

    Christian Friedrich (Christian Gottfried), get. 1713, Brauer und Gastwirt in Schwerin

1.1. Älterer (Muchower Förster) Ast

       Jochen Friedrich, 1737 - 1781, Förster in Neese, Gädebehn und Muchow

1.1.1. Ältester (Schwinzer) Unterast

          Friedrich Christian, 1769 - 1846, Förster in Schwinz

1.1.2. Mittelster (Mönkwedener) Unterast

          Johann August, 1771 - 1771

          Rudolph Christian, 1772 - 1843, Holzwärter in Mönkweden

            Johann Heinrich August, 1808 - 1884, Holzwärter in Zeez

               Rudolf Johann Karl, 1854 - 1925, Kaufmann in Rostock

                 Ulrich Ludwig Hans, 1890 - 1941, Zahnarzt in Alsfeld

            Johann Jochen Heinrich, 1818 - 1818

1.1.3. Jüngster (Hagenower) Unterast

          Wilhelm Ludwig Christoph, 1780 - 1857, Goldschmied in Hagenow

            Christian Johann Georg (John), 1817 - ?, Juwelier in Hamburg

               John Carl Wilhelm, 1854 - ?

               Leopold August, 1859 - ?

1.2. Jüngerer (Wabeler Förster) Ast

       Johann Christoph, 1744 - 1813 , Förster in Neustadt-Glewe

1.2.1. Älterer (Warrenziner Unterast

          Heinrich Wilhelm Friedrich, 1795 - 1875, Förster in Warrenzin

1.2.1.1. Hohensprenzer Zweig

            Theodor Franz Georg Joachim, 1837 - 1918, Förster in Hohensprenz

1.2.1.1.1. Älterer (Münchener) Unterzweig

               Friedrich Karl Theodor, 1871 - 1947, Hofzahnarzt in München

                  Dr. phil. Walter, 1904 - 1950, Kaufmann in München

                  Edmund, 1905 - 1925

1.2.1.1.2. Jüngerer (Rockhorster) Unterzweig

                Franz August Christoph Theodor, 1874 - 1945, Revierförster in Rockhorst

1.2.2. Jüngerer (Satower) Unterast

          Johann Jacob Daniel, 1800 - ?, Förster in Satow

1.2.2.1. Ältester (Kirch-Rosiner) Zweig

             Georg Friedrich Carl, 1827 - 1913, Holzwärter und Föärster in Kirch Rosin

1.2.2.1.1. Erster (Nürnberger) Unterzweig

                Friedrich Franz Karl, 1876 - 1926, Ingenieur in Nürnberg

                  Willi Gerhard Franz, geb. 1910, Bundesoberbahnrat in Hamburg

                    Jörg Alexander Gerhard, geb. 1942, Arzt

1.2.2.1.2. Zweiter (Stuttgarter) Unterzweig

                Friedrich Karl Heinrich, 1877 - 1915, Buchhalter in Stuttgart

                  Friedrich-Karl Martin Georg, geb. 1906, Kaufmann in Hattenhofen

                    Carl Joachim, geb. 1941, Graveur

                    Dieter Rolf, geb. 1950, Angestellter

1.2.2.1.3. Dritter (Gothaer) Unterzweig

               Friedrich Georg Carl Wilhelm, 1879 - 1932, Kaufmann in Gotha

1.2.2.1.4. Vierter (Amerikanischer) Unterzweig

                Friedrich Hermann Otto, 1881 - 1909, Kaufmann in Amerika

1.2.2.2. Mittelster (Schweriner) Zweig

             Johann Otto Eduard Elias, 1831 - 1889, Oberkastellan

1.2.2.2.1. Erster (Bremerhavener) Unterzweig

               Albert Theodor Christian Friedrich, 1863 - 1926, Kapitän in Warnemünde und Bremerhaven

                  Hans-Albert Martin Emanuel Detlev, 1895 - 1916, Medizinstudent

                  Herbert Ernst August Nicolai, 1898 - 1949, Steward in Bremerhaven

                  Otto Martin Johannes, 1900 - 1987, Monteur in Florida

1.2.2.2.2. Zweiter (Hamburger) Unterzweig

               Johann Carl Friedrich, 1867 - 1943, Kaufmann in Hamburg

                  Walter Emil Friedrich Franz, 1891 - 1965, Kaufmann in Hamburg

                     Gunther Walter, 1924 - 1944 (gefallen)

                     Peter Richard, geb. 1931, Maschinenbau-Ing. in Hamburg

                        Gunter, geb. 1958

                        Kai, geb. 1962

                  Albert Fritz Fredinand Hans, 1894 - ?, Kaufmann in Hamburg

                  Erwin Karl Friedrich Franz, 1889 - ?, Zahnarzt in Hamburg

1.2.2.2.3. Dritter (Berlin-Münchener) Unterzweig

               Emil Karl Wilhelm, 1869 - 1949, Zollsekretär in Nauen

                 Siegfried Albert Oskar, 1903 - ?, Ingenieur in Spandau und München

1.2.2.2.4. Vierter (Magdeburger) Unterzweig

               Alfred Hugo Adolf Julius, 1879 - ?, Kaufmann in Magdeburg

1.2.2.2.5. Fünfter (Hamburger) Unterzweig

               Georg Friedrich Carl, 1881 - 1925, Schiffsoffizier bei der Hamburg-Südamerika-Linie

1.2.2.3. Jüngster (Gädebehner) Zweig

             Georg Johann Theodor, 1843 - 1910, Inspektor in Gädebehn

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.