The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:

 

Jochen Friedrich Neckel wurde am 2. Februar 1737 als Sohn des Brauers und Gastwirts Christian Gottfried Neckel im Dom zu Schwerin getauft.

1758 taucht sein Name noch einmal und wieder unter einem 2. Februar im Domkirchenbuch auf: Er steht, jetzt 21-jährig, zusammen mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Catharina Elisabeth Christina Pate bei dem Sohn eines Asmus Ridder in Schwerin.

Die nächste, 9 Jahre später datierte und Friedrich betreffende Eintragung entnahmen wir dem Kirchenbuch von Neese, zu dessen Durchsicht verschiedene Bittgesuche und herzogliche Verfügungen, die wir in den im Schweriner Archiv lagernden Kabinettsakten gefunden hatten, den Anlaß gaben. Auch diese Eintragung lief unter einem 2. Februar, diesmal dem des Jahres 1767, und wieder war es eine Taufe, bei der Friedrich eine Rolle spielte.

Getauft wurde diesmal seine eigene Tochter Louisa Maria Friederike und zwar laut Kirchenbuch als uneheliches Kind der Wirtschafterin und Ausgeberin Dorthe Liesette Knot und des in den Diensten des Barons von Dittmar auf Neese stehenden Jägers Fritz Neckel.

Dieser Eintragung konnten wir entnehmen, daß Friedrich bei dem Reichshofrat Baron von Dittmar als Jäger in Neese angestellt war. Wo und bei wem er seinen Beruf erlernt hatte, ließ sich leider nicht ermitteln.

Am 27. Januar 1769 verheiratete Friedrich sich in Neese mit der aus Neuenkirchen bei Wittenburg gebürtigen Dorothea Elisabeth Knuppert. Wir vermuten, daß Friedrichs Frau schon die Mutter der vorehelich geborenen Tochter Louise war.

Es ist anzunehmen, daß bei der Dorthe Liesette (Dorothea Elisabeth) der Nachname Knot verschrieben war.

Weitere Kenntnisse über Friedrichs Lebenslauf vermitteln uns die bereits angeführten Kabinettsakten.

Am 19. Juni 1770 erhielt Friedrich auf ein von den Baron von Dittmar für ihn eingereichtes Gesuch hin die herzogliche Versicherung, daß er bei Gelegenheit - das heißt, sobald eine entsprechende Stelle frei werden würde - als Hofjäger oder als Förster angestellt werden sollte.

Fast zwei Jahre vergingen, bis sich eine solche Gelegenheit bot: Am 14. März 1772 wies der Herzog ihm zwar keine Försterstelle, sondern die nur sehr bescheidene Holzwärterstelle in Gädebehn zu.

Nach seinem Schreiben an den Herzog vom 28. März 1772 war Friedrich seit zwei Jahren ohne Beruf und ohne jeden Verdienst.

Friedrich Neckel und seine Frau, Dorothea Elisabeth geb. Knuppert hatten acht Kinder:

1. Louisa Maria Friederika, geb. Neese 2.2.1767, keine Paten

2. Friedrich Christian, geb. Neese 6.8.1769

Die Taufeintragung fehlt im Kirchenbuch von Neese. Geburtsort und -Tag sind der Volkszählungsliste 1819 des Klosteramts Dobbertin für den Ort Schwinz entnommen.

3. Johann August, geb. Neese 21.6.1771 gest. 23.8.1771

Paten:

Johann Peter Röper, Pastor loci

August Daniel Ebel, Pensionarius zu Beekentin

Mademoiselle Margar. Elisabeth Dittmar

4. Hedwig Maria Christiana, get. Neese 21.6.1771 gest. 23.8.1771

Paten:  

Frau Oberappellationsrätin

Hedwig Elisabeth Crusewi

Frau Pastorin Juliane Röpern

Frau Marie Christine Ebeln,

Verwalterin zu Beckentin

5. Rudolph Christian August, get. Gädebehn 25.9.1772

Paten:

Oberforstinspektor Wulff

Pensionarius Black

Förster Allerdings Eheliebste

6. Karl Jochen Friedrich, get. Gädebehn 22.11.1774

Paten:

Pensionarius Schröder zu Dabel

Chirurgus Wüsthoff

Müller Cords Ehefrau

7. Magdalene Elisabeth, get. Gädebehn 22.9.1777

Paten:

Bäcker Wüsthoff und dessen Ehefrau

Frau Müllerin Cords aus Rönckendorf

8. Wilhelm Ludwig Christoph, get. Muchow 13.1.1780

Paten:

Mad. Wilhelmine Giesen

Herr Heinr. Ludwig Giese

Joh. Christoph Kröger

Friedrich wohnte aber zu dieser Zeit noch in Neese, wo auch inzwischen sein ältester Sohn Friedrich Christian zur Welt gekommen war. Ein Zwillingspaar war wenige Wochen nach seiner Geburt wieder gestorben.

Dennoch war er mit der Übernahme der Holzwärterstelle in Gädebehn keineswegs einverstanden und hielt die Zuweisung dieser schlecht bezahlten Stelle mit der Versicherung des Herzogs, ihn als Hofjäger oder Förster einsetzen zu wollen, unvereinbar. Er bat den Herzog um so viel Zulage, als die Gage eines Hofjägers betrüge, weiter um die Anwartschaft auf die nächst freiwerdende Försterstelle und schließlich um die Bestallung als Förster. Lediglich das letztere wurde ihm gewährt - er konnte sich den Titel eines Försters zulegen.

Aus seinem nächsten am 18. Mai 1772 an die Herzogin gerichteten Bittgesuch erfahren wir dann, daß er auf Anraten des Hofrats Boldt (Bolte) die Gädebehner Holzwärterstelle vorerst angenommen hätte und auch vereidigt worden sei. Er trug der Herzogin jedoch vor, daß er von seiner nicht erhöhten Gage nicht leben könne und bat sie um Vermittlung bei dem Herzog, daß ihm die Anwartschaft auf eine Försterstelle zugesagt werden möchte. Diesmal hatte seine Bittschrift Erfolg. Bereits am 23. Mai 1772 erhielt er wieder die Anwartschaft auf eine Hofjäger- oder Försterbedienung.

Mit seinem uns vorliegenden Brief vom 13. August 1774 beantwortete Friedrich ein an ihn gerichtetes Schreiben eines Oberforstinspektors. Wahrscheinlich war es der Oberforstinspektror Wolf, der von ihm wissen wollte, ob er Lust hätte, seine jetzige Station mit der eines Hofjägers zu vertauschen.

Aus Friedrichs Antwort erfahren wir jedoch, daß er lieber so lange in Gädebehn bleiben wolle, bis eine Försterstelle frei werden würde. Wieder beruft er sich auf den Hofrat Boldt, der ihn darauf aufmerksam gemacht hätte, daß mit der Holzwärterstelle in Gädebehn ein Zoll und eine Bier- und Branntweinschenke verbunden sei.

Obwohl er nur "matten und ermüdeten Reisenden" bisweilen ein Glas schwaches Bier ausschenkte, bat er den Oberforstinspektor dennoch um die schriftliche Erlaubnis hierzu. Wenn sich auch von den benachbarten Landkrügern noch keiner beschwert habe, so - schreibt er - wäre besser immer besser. Und wenn der Verdienst jährlich auch nur 5 Taler ausmachte, so hülfe eines doch das andere!

Ob der Oberforstinspektor ihm die erbetene Lizens hat zukommen lassen, war aus den Akten nicht ersichtlich. Wohl aber erhielt Friedrich am 29. August 1774 wiederum die Versicherung, daß er bei nächster Gelegenheit in eine bessere Forstbedienung eingesetzt werden sollte.

Jedoch am 16. November 1776, unter welchem Datum Friedrich den Herzog um Zuweisung von zwei Buchen bat, um mit dem Erlös aus denselben seine Schulden bei Arzt und Apotheker bezahlen zu können, war Friedrich immer noch Holzwärter in Gädebehn.

Auch seine jüngste Tochter, Magdalene Elisabeth, wurde ein Jahr später noch in Gädebehn geboren. Sein jüngster Sohn Wilhelm kam dann in Muchow zur Welt.

Am 25. August 1777 empfahl das Forstkabinett dem Herzog, den Förster Neckel als Oberförster in Kuchow einzusetzen, da er das Geschick zum Rechnungsftihrer habe und auch mitten im Neustädtischen Forstdistrikt wohne.

So hatte Friedrich nach vielen Jahren des Wartens und Ausharrens endlich das erreicht, was er sich gewünscht hatte - er konnte seine Holzwärterstelle in Gädebehn jetzt mit der Oberförsterstelle in Muchow vertauschen!

Leider sollte es ihm nicht vergönnt sein, diesen Posten noch über Jahre hinaus auszufüllen. Friedrich Neckel starb bereits im Alter von 44 Jahren am 5. April 1781 in Muchow und hinterließ seine Frau mit sechs Kindern, von denen das jüngste erst 15 Monate alt war.

Dorothea Elisabeth Neckel behielt während der nächsten Jahre ihre Wohnung in Muchow. Von hier aus richtete sie am 22. Oktober 1783 und an 8. November 1789 Bittgesuche an den Herzog. Im ersten erbat sie ein Gnadengehalt und wies darauf hin, daß ihr Mann sie mit sechs unerzogenen Kindern, von denen zwei bei Bekannten erzogen würden, hinterlassen habe. Aus dem zweiten Schreiben geht schon hervor, daß zwei von ihren Söhnen "die Jagd" erlernten.

Sie zog später zu ihrem ältesten Sohn Friedrich, der seit 1812 Förster in Schwinz war. Hier starb sie in Alter von 73 Jahren am 7. Januar 1816.

Louise Neckel heiratete den Maurermeister Christian Ludwig Rudolf Schmidt in Parchim, der am 2. September 1765 als Sohn des Rademachers Schmidt in Woserin geboren war.

Über den am 22.11.1774 zu Gädebehn geborenen Karl Neckel wie auch über die am 22.9.1777 gleichfalls zu Gädebehn geborene Magdalene Neckel konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen.

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.