The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:
Älterer (Testorfer) Ast

 

Jacob Neckel wurde am 28.8.1768 in der Schlosskirche zu Schwerin getauft. Seine Eltern waren der Hof Jäger Jochim Hinrich Neckel und Maria Dorothea Stange.

 

Wir dürfen wohl annehmen, daß Jacobs Eltern im alten Jägerhof wohnten, der damals vorm Siechenbaum beim Berliner Tor – an der Ecke des heutigen Jägerwegs – lag.

 

Jacob und seine Geschwister hatten also das Glück, die Jahre ihrer Kindheit angesichts des munteren Getriebes der Jäger in der reizvollsten Gegend Schwerins, nämlich am Rande des Schlossgartens, verleiben zu können. Es kann uns somit nicht wundern, wenn wir erfahren, dass ihm genau so wie seinem Bruder Friedrich die Lust zur Jägerei von Kindheit an eigen war.

 

Jacob war 9 Jahre alt, als sein Vater als herzoglicher Förster nach Kraak versetzt wurde und die Familie in dieses nahe Rastow im Kreise Hagenow gelegene Dorf übersiedelte. Doch nur kurze Zeit dauerte der Aufenthalt in Kraak. Bereits nach 2 Jahren treffen wir Jacob mit seiner Mutter und seinen Geschwistern wieder in Schwerin an. Der plötzliche Tod seines Vaters am 14.11.1779 war der traurige Anlass zur Rückkehr in die Heimatstadt.

 

Hier besuchte Jacob, nachdem Herzog Friedrich den Kindern seines langjährigen Bediensteten “freie Schule” gewährt hatte, von seinem 12. Lebensjahr ab wahrscheinlich die Domschule.

 

Um die Mitte des Jahres 1785 – Jacob war grade 17 Jahre alt geworden – trat er bei dem Förster Wedemeyer zu Sandhof in die Lehre. Am 17.9.1785 schrieb er an den Herzog, daß er vom Förster Wedemeyer “ohnlängst in die Lehre aufgenommen und gezwungen sei, sich frey zu lernen wegen Mangels an Vermögen”.

 

Bereits zwei Jahre später – Ende 1787 – hatte Jacob seine Lehrzeit beendet und diente in den beiden folgenden Jahren “bei verschiedenen Herren als Jäger”. Zu Beginn des Jahres 1790 schließlich trat er bei Oberjäger Tiede in Stellung.

 

Im Winter dieses Jahres hatte Jacob an den alljährlich in der Lewitz stattfindenden Treibjagden teilgenommen. Bei dieser Gelegenheit lernte er die in Banzkow wohnende Hauswirtstochter Margarethe Elisabeth Passow kennen. Sie wurde die Mutter seines Sohnes Johann Jochim Christopher Neckel, der am 7.8.1791 in Banzkow geboren wurde.

 

Nachdem Jacob 5 Jahre lang Jäger gewesen war, bemühte er sich um eine Anstellung im herzoglichen Forstdienst und bat in seinem Schreiben vom 10.1.1791 den Herzog um die Bestätigung, daß er “bey einer vacant werdenden Stelle in Höchst Dero Dienst genommen werden würde”. Jedoch schon im darauffolgenden Jahr sollte durch die Heirat seines Bruders Friedrich auch für Jacob ein Wendepunkt in seinem Leben eintreten.

 

Um seinen weiteren Lebensweg richtig verstehen zu können, wird es jetzt notwendig, daß wir uns kurz mit der Person seines Bruders befassen.

 

Friedrich war 1787 bei einem Förster in die Lehre getreten, da er, wie sein Bruder, Forstmann werden wollte.

 

Am 5.6.1792 – er stand kurz vor der Vollendung seines 22. Lebensjahres – verheiratete er sich mit der 15-jährigen Juliana Maria Christiana Darmann.

 

Am 15.4. und 2.5.1795, kurz vor der Geburt des ersten Kindes, bat Friedrich den Herzog, ihm das Porsthaus in Griffel als Wohnhaus zu sichern, nachdem ihm die Anwartschaft auf diese Forst bereits erteilt worden war.

 

Obwohl er 14 Tage später anlässlich der Geburtseintragung seines Sohnes im Kirchenbuch von Warin bereits als Eigentümer von Vogelsang bezeichnet wurde, zu dessen Erwerb ihn sicher das mit in die Ehe gebrachte Vermögen seiner jungen Frau in die Lage gesetzt hafte, schien Friedrich zu dieser Zeit noch nicht die Absicht gehabt zu haben, seinen erlernten Jägerberuf aufzugeben, um Landmann zu werden.

 

Aber am 23.7.1795 trat er doch mit der Bitte an den Herzog heran, die Anwartschaft auf Griffel auf seinen Bruder Jacob übertragen zu wollen, zumal dieser “nach Angabe des Oberjägermeisters von der Lühe ein besserer Forstmann zu werden verspräche als er”.

 

So erhielt Jacob, nachdem der Herzog das Gesuch genehmigt hatte, die Anwartschaft auf den Forstdienst in Griffel, während Friedrich den Forstberuf aufgab.

 

Anfang 1796 verkaufte er Vogelsang und pachtete Hof Zierzow vom 19.7.1796 ab. Am 26.9.1798 richtete er ein Schreiben an den Herzog, in dem es heißt: “Wenn ich am heutigen Tage meinem Bruder Johann Jacob Neckel, welcher schon seit 6 Jahren die Wirtschaft bei mir betrieben, zu seinem ferneren Fortkommen die Pachtung des Hofes Zierzow Kreis Grabow abgetreten habe…”.

 

Aus diesem Schreiben erfahren wir also, daß auch Jacob schon seit einer Reihe von Jähren seinem Beruf nicht mehr nachgegangen war, sondern seit ungefähr 1793 bei seinem Bruder Friedrich lebte, um diesem bei der Bewirtschaftung seiner Güter – erst Vogelsang und dann Hof Zierzow – zur Seite zu stehen. Und schließlich vernehmen wir, daß Jacob am 26.9.1798 selber Pächter von Hof Zierzow wurde, während Friedrich das benachbarte Kolbow übernahm.

 

Wir stehen hier vor der erstaunlichen Tatsache, daß es den beiden Brüdern, die immerhin als Halbwaisen in bescheidenen Verhältnissen auf gewachsen waren, plötzlich möglich wurde, herzogliche Domänen zu pachten. Wenn es auch bei Friedrich sowohl wie bei Jacob zweifellos das mit in die Ehe gebrachte Geld ihrer Frauen war, das sie anfangs hierzu in Stand setzte, so bewiesen sie im Laufe der Jahre doch, dass sie ihren übernommenen Pflichten gerecht werden und ihren neuen Wirkungskreis ausfüllen konnten.

 

Seltsam mutet es uns nur an, daß niemals mehr von den beiden Geschwistern der Brüder die Rede ist. Auch in den Schweriner Kirchenbüchern erscheinen sie nicht wieder. Die Mutter, Maria Dorothea geb. Stange, war bereits am 14.8.1788 gestorben.

 

Im November 1798 – zwei Monate nach Übernahme von Hof Zierzow also – verheiratete sich Jacob, der jetzt 30 Jahre alt war, mit der 18-jährigen Maria Elisabeth Sellschopp, die am 22.10.1780 als Tochter des Gutspächters Gottfried “Jacob” Sellschopp in Rabensteinfeld geboren war.

 

Wie Maria Darmann war auch Maria Elisabeth Sellschopp zur Zeit ihrer Verehelichung schon Halbwaise; ihr Vater war am 9.7. 1797 in Consrade gestorben. Über die Abfindung der Sellschoppschen Erben seitens der in den Pachtvertrag über Consrade eingetretenen “Madame Schröder” liegt ein Vergleich vor, wonach an die Erben außer einer Abfindungssumme noch jährlich bis Johannis 1824 Zahlungen zu leisten waren (Vergleich v.7.5.1814).

 

Gemäß seinem Schreiben an den Herzog vom 10.4.1812 hatte Jacob den Pachtvorschuss für Hof Zierzow in Höhe von 4000 Talern im Jahre 1798 aus dem eingebrachten Vermögen seiner Frau bezahlt.

 

Am 30.5.1799 – 3 Monate vor der Geburt ihres ersten Kindes – setzten sich beide Ehegatten in einem wechselseitigen Testament gegenseitig als Erben ein. Seit dem 26.9.1798 war der Pensionär Jacob Neckel – so nannte er sich jetzt – nun Pächter des 266,5 ha großen Gutes Hof Zierzow bei Grabow.

 

In den nächsten 15 Jahren kamen in Hof Zierzow 8 Kinder zur Welt, darunter auch am 18.1.1801 Wilhelm Heinrich Friedrich Ludwig.  Das 9. wurde in Testorf geboren.

 

Friedrich Johann Carl, geb.2.9.1799
Paten: Der Herr Oberförster Caspar Lohse, hierselbst
Herr Pensionär Carl Christian Bartels zu Dütschow
Herr Pensionär Johann Joch.Friedrich Neckel zu Colbow

Wilhelm Heinrich Friedrich Ludwig, geb. 18. 2.1801
Paten: Wilhelmina Sellschopp aus Schwerin Ludwig Raeder aus Rostock
Herr Amtsvsrwalter Christian Heinrich Rhades aus Grabow
Herr Auditor Friedrich Grantz aus Grabow

Wilhelmine Maria Magdalene, geb.18. 3.1802  +2.7.1804
Paten: Frau Wilhelmine Sellschopp
Frau Maria Neckel aus Colbow
Frau Magdalene Bartels aus Dütschow

Luise Maria Wilhelmina, geb. 8.12.1803
Paten: Madame Haß zu Steinbeck
Frau Oberförsterin Lohse in Muchow
Demoiselle Wilhelmina. Sellschopp aus Schwerin

Heinrich Georg Andreas Christian, geb. 19. 4.1805
Paten: Herr Amtshauptmann Heinrich Lenthe aus Grabow
Hofrat Bürgermeister Georg Wennmohs aus Grabow
Dr. Christian Christoph Wittstock in Ludwigslust
Herr Pensionär Johann Heinrich Andreas Kühn in Eldena

Franz Johann Carl, geb. 6.5.1806
Paten: Herr Kandidat Franz Schläger zu Colbow
Herr Oberförster Johann Lohse in Muchow
Herr Cantor Carl Hermes in Grabow

Gustav Carl Christian Thomas, geb. 24.8.1809
Paten: Herr Major von Bülow in Parchim Madame
Chr. Hegteden aus Hamburg
Herr Th. Hegteden daher und Herr Gustav Sellschop in Klein Siemen

Carl Adolf Ludwig, geb. 28.5.1811
Paten: Demoiselle Carolina Sellschopp daselbst
Herr Mecklenburg und Herr Lütgens in Ludwigslust

Friedrich Hermann Heinrich, geb. 23.7.1815
Paten: Herr Bade, Pensionarius zu Steinfurth
Herr P. Keil, Hilfsprediger zu Dietrichshagen
Herr Candidat Märk zu Testorf

 

Unter den Paten fällt uns besonders der Oberförster Johann Caspar Lohse auf, der mit seiner Frau dreimal die Patenschaft bei Jacobs Kindern übernahm. Der Grund dafür dürfte sein, daß er schon ein Berufskollege des Hofjägers Jochim Hinrich Neckel – Jacobs Vater – gewesen war. Im Jahre 1776 wurden beide zusammen als Hofjäger in Schwerin genannt. Obwohl der Hofjäger zu der Zeit, da seine Enkelkinder geboren wurden, schon 20 Jahre lang tot war, stand also bei diesen noch sein Kollege oder gar sein Freund Pate.

 

Vom Oberförster Lohse wissen wir ferner, daß er zwar in Muchow wohnte, aber seit Johannis 1787 mit der Oberförsterstelle in Neustadt betraut war, die bis dahin der jetzt in den Ruhestand getretene Oberförster Sommer innegehabt hatte.

 

Lohse unterstellt war der Neustädter Förster Johann Christoph Neckel, der 1787 Sommers Tochter geheiratet hatte. Johann Chri­stoph und sein Bruder Jochim Friedrich, der zuletzt Förster in Muchow war, waren beide – wir wollen uns es auch hier noch ein­mal in Erinnerung rufen – Söhne des Brauers und Gastwirts Chri­stian Gottfried Neckel in Schwerin und Urenkel des Einspännigen Hans, in dem wir auch den Großvater des Hofjägers vermuten.

 

Weitere uns bekannte Paten sind Jacobs Bruder und Schwägerin, Friedrich Neckel zu Kolbow und Maria geborene Darmann; ferner der Pensionär Carl Christian Bartels zu Dütschow mit seiner Frau Magdalene geborene Sellschopp, die eine Schwester von Jacobs Frau war. Und schließlich finden wir unter den Paten außer der Mutter Wilhelmine Sellschopp noch zwei weitere Geschwister von Maria Neckel geb. Sellschopp, nämlich ihre Schwester Wilhelmine aus Schwerin und ihren Bruder Gustav aus Klein Siemen.

 

Hinzuweisen wäre schließlich noch auf Ludwig Raeder (Reder) aus Rostock, der im Jahre 1795 zusammen mit seiner Frau auch bei Friedrichs ältester Tochter Pate stand.

 

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

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