The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:
Dritter (Sparower) Unterast

 

Wilhelm Neckel wurde am 18.1.1801 in Zierzow bei Grabow als Sohn des Pächters Jacob Neckel geboren.

 

Bis zu seinem 11. Lebensjahr wohnten seine Eltern in Zierzow, wo er seine Kindheit verlebte. 1812 zog er mit der Familie nach Testorf, das sein Vater gepachtet hatte.

 

Wir können wohl annehmen, dass Wilhelm die Landwirtschaft hier in Testorf gelernt hat. Nach dem Tode seines Vaters am 9.9.1831 bewirtschaftete Wilhelm, zu dieser Zeit 30 Jahre alt, zunächst das Gut für seine Mutter und seine 6 Geschwister weiter, bis diese es ihm 10 Jahre später am 12.7.1841 als “nunmehrigen alleinigen Pachtbesitzer von Testorff” überließen. Wilhelm zahlte allen Geschwistern eine Abfindung von je 2000.- Rthlr., und sie überließen ihm schon jetzt die ihnen später beim Tode ihrer Mutter zustehende Erbschaft. Am gleichen Tage setzte Wilhelm seiner Mutter eine jährliche Rente von 240 Rthlr. auf Lebenszeit aus.

 

Am 25.10.1844 fand in Friedrichshagen Wilhelms Trauung mit Dorothea (Doris) Maria Elisabeth Nehls statt. Doris war am 24.11.1825 in Schwerin als Tochter des Schlossermeisters Gottfried Nehls geboren. Als sie Wilhelms Frau wurde, war sie 19 und er 43 Jahre alt.

 

Am 15.9.1845 wurde in Testorf als erstes Kind eine Tochter Marie Caroline Gustave geboren, die aber am 19.6.1855 in Sparow an Scharlach verstarb.

 

Wilhelm ließ die Pachtzeit von Testorf bis 1846 verlängern, sah sich aber vor ihrem Ablauf bereits nach einer neuen Pachtung um.

 

Am 20.12.1845 schloß er mit dem Grafen von Blücher einen Pachtkontrakt über das Gut Sparow ab.

 

In den Sparower Gutsakten liegen folgende Urkunden und Verträge:

 

1. Kaufvertrag vom 3. Juni 1812

Die herzogliche Kammer in Schwerin verkauft dem Dom-Herrn Ludwig Gerhard Hartwig von Blücher auf Fincken das Allodialgut Sparow nebst dem Vorwerk Santz (361023 Quadratruthen), welches mittelst Kauf Contractes vom 16. Febr. 1789 zuerst von der herzoglichen Subsidien= Commission acquirirt wurde, für 21374 Reichsthaler.

 

2. Pachtvertrag vom 20. Dezember 1845

Graf Ludwig Alexander von Blücher, Erbherr auf Blücher, Göhren und Sparow verpachtet an Pensionair Wilhelm Neckel zu Testorff das im ritterschaftlichen Amte Flau belegene Allodial-Gut Sparow von Johannis 1846 bis Johannis 1867 für jährlich

3300 Thaler N 2/5 für 7 Jahre 1846/1853
3500 Thaler N 2/5 für 14 Jahre 1853/1867

Die Übergabe des Gutes Sparow an den Pächter Wilhelm Neckel fand am 26.6.1846 statt.

 

3. Kaufvertrag vom 24. Juni 1850

Graf v. Blücher auf Blücher verkauft dem Pächter zu Sparow Wilhelm Neckel das Allodial-Gut Sparow für 100 000 Thaler Mecklenbg. Courant.

Wir entnehmen diesen Urkunden, dass Wilhelm Sparow anfangs für 21 Jahre gepachtet hatte, es aber bereits nach vier Jahren Pachtzeit käuflich erwarb, mithin seit dem 24.6.1850 Rittergutsbesitzer von Sparow war.

 


Die Familie vor dem Gutshof in Sparow

1.Rudolf Johann Karl Georg geb. 28.08.1853
2.Charlotte Luise Ida Elisabeth Friederike geb. Quade geb. 17.04.1861
3.Else Louise Martha Friderike Gustave geb. 15.08.1882
4.Friedrich Wilhelm Maria geb. 13.09.1883
5.Ernst Hermann Carl Johann geb. 24.09.1885
6.Hermann Karl Heinrich geb. 15.01.1847
7.Luise Johanna Franziska geb. Dankert geb. 28.06.1862
8.Wilhelm Heinrich Gustav Adolf geb. 21.11.1884
9.Hermann Martin Eduard Karl geb. 17.02.1886
10.              Gottfried Rudolf Georg Max geb. 24.05.1887
11.              Ernst-August Paul Karl geb. 04.06.1889
12.              Eduard Friedrich August geb. 07.02.1863
13.              Martin Friedrich Otto Helmuth Müller geb. 01.10.1849
14.              Emma Sophie Charlotte Amalie geb. Neckel geb. 04.10.1855
15.              ?
16.              ?
17.              ?
18.              Wilhelm Heinrich Friedrich Ludwig geb. 18.01.1801
19.              Ernst Neckel geb. 24.03.1842
20.              Pauline Lisette Charlotte geb. Neckel geb. 10.07.1857
21.              ?
22.              ?
23.              ?
24.              ?
25.              Wilhelm Julius Ludwig Christian geb. 14.06.1860
26.              Elisabeth Adolfine Wilhelmine Sophie geb. Schlange geb. 17.11.1864
27.              Marie Wilhelmine Charlotte geb. 21.08.1885
28.              Werner Adolf Paul Martin Max geb. 30.10.1886
29.              Otto Ludwig Eduard geb. 08.05.1888
30.              Friedrich Paul Martin geb. 13.06.1889
Ich bedanke mich bei Otto Neckel aus Güstrow und Wolfgang Neckel aus Jördenstorf für ihre Hilfe bei der Identifizierung der abgebildeten Personen.

 

Sparow hatte eine Größe von 702 ha, 47 a, es war also um 180 ha größer als Testorf. ( … )

 

In Sparow kamen dann 9 Kinder zur Welt:

 

Hermann Karl Heinrich, geb. 15.1.1847
Auguste Maria Wilhelmine, geb. 24.9.1848   + 9.7.1855
Helene Elisabeth Francisca, geb. 24.9.1848  + 26.9.1848
Gustav Ludwig Hermann, geb. 6.7.1850   + 16.9.1854
Rudolf Johann Karl Georg, geb. 28.8.1853
Emma Sofia Caroline Amalie, geb. 4.10.1855
Pauline Lisette Charlotte, geb. 10.7.1857
Wilhelm Julius Ludwig Christian, geb. 14.6.1860
Eduard Friedrich August, geb. 7.2.1863

 

Am 1.4.1884, als Wilhelm bereits 83 Jahre alt war, setzte er seinen ältesten Sohn Hermann zu seinem Nachfolger in Sparow ein. Noch 7 weitere Lebensjahre waren ihm, der nunmehr als Rentner in Sparow lebte, beschieden. Am 29.12.1891 starb er im hohen Alter von 90 Jahren. Auf dem Friedhof von Alt Schwerin, wo bereits seine Prau am 24.9.1885 ihre letzte Ruhestätte gefunden hatte, wurde er beigesetzt. Doris Neckel war nach einem ausgefüllten Leben am 22.9.1885 in Bolz bei ihrer Tochter Emma gestorben.

 

Ein arbeitsreiches Leben hatte auch mit Wilhelms Tod seinen Abschluß gefunden. Dank seiner hervorragenden Fähigkeiten als Landwirt, dank seines großen Fleißes und seiner äußersten Sparsamkeit hat er es möglich gemacht, das Rittergut Sparow zu erwerben und zu erhalten, so dass es sich noch bis zum Jahre 1945 im Besitz seiner Nachkommen befand.

 

Weiter brachte er es zuwege, seinen drei Söhnen: Rudolf, Wilhelm und Eduard gleichfalls ein Gut zu verschaffen. Da auch seine beiden Töchter Emma und Pauline sich mit Gutsbesitzern verheiratet hatten, wusste Wilhelm seine 5 ihn überlebenden Kinder sowie seine Enkel in Wildkuhl gut versorgt.

 

Aber auch das Leid war nicht an seinem Hause vorübergegangen. Vier seiner 10 Kinder starben in jungen Jahren. Zwei Monate vor seinem eigenen Ableben ging noch sein Sohn Wilhelm im Alter von 31 Jahren aus der Welt.

 

Aus dem Erbauseinandersetzungsvertrag vom 26.1.1892 gehen folgende Einzelheiten über die Abfindung von Wilhelms Kindern hervor:

 

Hermann war der Erbe des Gutes Sparow. Seine andern Kinder hatten schon zu seinen Lebzeiten je 63 000,- Mark erhalten mit Ausnahme von Eduard, der nur 3000,- Mark bekommen hatte. Jetzt erhielt Eduard die Summe von 60 000,- Mark und seine Geschwister außer Hermann noch einen Restbetrag von je 15000.- Mark.

 

Gleichfalls erkannten alle Erben die Schenkung von 15 600,- M. an, die ihr Vater 7 Tage vor seinem Tod den Kindern seines am 10.10.1891 verstorbenen Sohnes Wilhelm gemacht hatte.

 

Von Wilhelms beiden Töchtern hatte Emma am 6.11.1877 in Malchow den Rittergutsbesitzer Martin Friedrich Otto Helmuth Müller geheiratet, der auf Gut Scharpzow bei Malchin am 1.10.1849 geboren wurde. Aus dieser Ehe gingen 4 Söhne und 3 Töchter hervor. Emma Müller starb am 9.10.1914 in Rostock, ihr Mann am 2.5.1936 in Stove.

 

Wilhelms jüngste Tochter Pauline war am 13.7.1875 in Severin mit ihrem Vetter Ernst Neckel, Rittergutsbesitzer auf Severin, die Ehe eingegangen. Pauline Neckel starb in Admannshagen bei Rostock am 3.11.1930, Ernst, der am 24.3.1842 in Wismar geboren war, ging bereits am 2.9.1924 in Bad Doberan aus der Welt.

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.