The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Eigene Ergebnisse:

 

Heute wird das ehemalige Rittergut von der Sozialtherapeutischen Hofgemeinschaft Wildkuhl genutzt. Es wir dort seelenpflegebedürftigen Menschen in einer partnerschaftlichen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft ein familiäres Zuhause durch eine liebevolle Betreuung gegeben und sie werden darin gefördert, ihr Leben weitestgehend selbstständig zu führen.

 

Der nachfolgende Text und die folgenden Bilder stammen aus der Sonderausgabe der von der Hofgemeinschaft herausgegebenen “Wildkuhler Nachrichten” von Pfingsten 2007:

 

280 Jahre Gutshaus Wildkuhl

 

1160 wurde der letzte Slawenfürst Niklot von deutschen Rittern unter Heinrich des Löwen umgebracht und damit die Christianisierung der Gebiete um Mecklenburg und Pommern erfolgreich abgeschlossen.

 

Durch Landgeschenke dankte es Heinrich seinen Rittern und der Grundstein für die später entstehenden „Rittergüter “ war gelegt.

 

Auch das Hofgut Wildkuhl wird im Laufe seiner Geschichte immer wieder als „Rittergut“ bezeichnet.

 

Die Gegend um Wildkuhl war Flotower Besitz. Der Name „von Flotow“ taucht bereits 1477 auf, der Name der Familie „von Grambow“ 1516.

 

Aktenmäßig erstmals erwähnt wurde Wildkuhl im Jahr 1514. Allerdings gibt es Keramikfunde die darauf hindeuten, dass die Gegend schon in der Bronzezeit besiedelt war.

 

In Folge des 30jährigen Krieges (1618 – 1648) war Wildkuhl wüst. Die Gutsgründung erfolgte durch das Geschlecht „von Lehsten“ . 1695 gehörte Wildkuhl der Familie „von Knuth“ und später wieder der Familie „von Flotow“.

 

Wer von beiden war der Bauherr als das Gutshaus wahrscheinlich 1726/27 gebaut wurde? Wir wissen das nicht mit absoluter Sicherheit. Wir wissen auch nicht, was ausschlaggebend für die Standortwahl des Hauses war. Die Kuhle in der sich das Wild wohl fühlte ist im heutigen Park – und Gartenbereich der Hofgemeinschaft zu denken und das Sackgassendorf Wildkuhl hat seine Ausrichtung zur Kuhle hin und endet auf einer kleinen Anhöhe auf der sich das Gutshaus befindet.

 

Die heute ca. 350 Jahre alte Eiche im Hof war, als das Gutshaus erbaut wurde schon 70 Jahre alt.

 

Hinweise über einen bereits vorhandenen Vorgängerbau liegen nicht vor. Die beiden Anbauten erfolgten im Jahr 1797. 

 

Bezeichnend ist, dass es zu keiner Zeit eine lang anhaltende Besitzerkontinuität gegeben hat. Die vorliegende Liste der Eigentümer und Bewohner ist nicht vollständig:

 

1695 Familie von Knuth

Gutshausbau 1726/27

1789 bis 1794 A. Albrecht Wilh. Von Flotow

1815 bis 1845 Familie von Flotow

1846 bis 1878 Gustav von Storch

1883 bis 1899 Familie Neckel

1921 bis 1927 Hauptmann a.D. Friedrich Meyer

1934 bis 1943 Heinrich Brügmann

1943 bis 1962 Witwe Brügmann

1945 bis 1993 Frau Domrös

1993 Sozialtherapeutische Hofgemeinschaft

 

Nach 1901 arbeitet Frau Elisabeth Bard als Erzieherin in Wildkuhl, wie im Tagebuch Ihrer Mutter nachzulesen ist (Tagebuch der Anna Halbach).

 

Viele Kinder erblickten auf dem Hofgut das Licht der Welt. Allein vier Söhne in der Zeit der Familie Gustav von Storch ( 1855 – 1856 – 1860 und 1862) und fünf Kinder in der Zeit der Familie Neckel (1885 – 1886 – 1888 – 1889 und 1891).

 

In der Neckelschen Familiengeschichte ist u.a. nachzulesen:

 

"Als der jüngste Sohn noch kein Jahr alt war, starb Wilhelm am 10.10.1891 in Wildkuhl an Typhus, erst 31 Jahre alt.

 

Wilhelms Witwe ließ das Gut zunächst von einem Inspektor bewirtschaften und von1896 an von dem Landwirt Carl Pentzlin verwalten, mit dem sie ein Jahr später, am 23.7.1897, in Wildkuhl die zweite Ehe einging.“

 

Der “Familiengeschichte“ der Neckels ist auch das Foto aus dem Jahre 1895 zu verdanken, auf dem alle fünf in Wildkuhl geborenen Kinder mit ihrer Mutter zu erkennen sind.

Die ältere Bildaufnahme geht auf das Jahr 1880 zurück, also der Zeitraum zwischen Gustav von Storch und Familie Neckel.

 

Vergleicht man die beiden Bilder, so ist deutlich die durch einen Umbau erfolgte Veränderung zu erkennen. Ursache dieser Veränderung ist vermutlich ein Dachstuhlbrand um das Jahr 1880.

 

Ein zweiter Dachstuhlbrand ist zum Ende des 2. Weltkrieges dokumentiert.

 

1935 wurde das Gesamtgut und Dorf Wildkuhl an 17 Eigentümer aufgesiedelt.

 

Eigentümer des „Standwischhof“ (so die neue Namensgebung des Gutshauses) wurde Heinrich Brügmann. Im engeren Sinne war er der letzte Gutsherr von Wildkuhl.

 

Dass das Haus bis in die 90iger Jahr hinein überhaupt erhalten blieb, ist ein Verdienst von Frau Domrös die als ostpreußische Aussiedlerin das Gutshaus noch bis 1993 bewohnte.

Im Jahr 1993 erwarb die sozialtherapeutische Hofgemeinschaft das Gutsgelände von den Enkeln Heinrich Brügmanns, die als Erben einer seiner beiden Töchter Eigentümer waren.

 

Im Jahre 2001 wurden die beiden Anbauten abgetragen und der Korpus des Gutshauses einschließlich Dachstuhl unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten von Grund auf restauriert und wieder hergestellt. Der Westanbau ist nach alten Vorlagen neu errichtet worden.

 

In den Jahren 2006/2007 erfolgte der Innenausbau des Erdgeschosses. In ihm befinden sich die Küche und ein kleines Cafe der Hofgemeinschaft.

 

Die Bauarbeiten im 1. Obergeschoss werden Anfang 2008 abgeschlossen sein. In dem diesjährigen Jubiläumsjahr können wir also das Gutshaus in seiner ganzen Schönheit wieder bewundern.

 

Neu in der 280jährigen Geschichte ist die soziale Ausrichtung des Ortes. Das Gut dient keinem neuen Gutsherren als Lebensgrundlage, auch ist es keine luxuriöse Wohnanlage einer oder mehrerer Privatpersonen, sondern in der Hofgemeinschaft haben sich Menschen zusammengefunden mit dem Ziel, in einer besonderen Art des Zusammenwirkens eine Gemeinschaft zu bilden, die in der Lage ist, Menschen mit zu tragen, die von sich aus nicht oder noch nicht die Kraft zu selbständiger Lebensführung entwickeln können.

 

Die heutigen Arbeitsbereiche und Werkstätten des Hofgutes sind an den Anforderungen der Region und der Landschaft gebildet worden und erhalten daraus ihren Sinn für das Gemeinwesen.

Eine Aufnahme aus dem Jahre 2007

 

Es sei an dieser Stelle allen Menschen noch einmal gedankt, die daran mitgewirkt haben, dass dieser Ort heute einer so schönen Bestimmung überlassen werden kann.

 

Gino Wilke

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.