The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:
Erster (Walfischbaier) Unterzweig

 

Werner Neckel wurde am 30.10.1886 in Wildkuhl geboren. Er be­suchte die Schule in Röbel, Stavenhagen und Güstrow und musterte dann, da es sein Wunsch war, zur See zu gehen, im Jahre 1903 als Schiffsjunge auf dem Schulschiff „Großherzogin Elisabeth” an. Später fuhr er als Matrose auf dem Schulschiff „Schwarzenbek” und auf der englischen Viermastbark „Muskoka”.

 

Im März 1908 bestand Werner in Wustrow sein Steuermannsexamen und genügte dann auf verschiedenen Kriegsschiffen der Hochsee­flotte bei der Kaiserlichen Marine vom April 1908 bis April 1909 seiner Militärpflicht. Anschließend fuhr er für die Dauer eines Jahres zu Verwandten, Besitzern von Kaffeeplantagen, nach Mexiko und Guatemala und unternahm während dieser Zeit auch mit seinem Freund Max Mohr eine Entdeckungsfahrt in die Cordilleren, „um den Schatz der Inkas zu suchen”, den die beiden jungen Leute aber leider nicht fanden.

 

Im Jahre 1910 kehrte Werner nach Deutschland zurück und trat nun als Offizier in die Dienste der Woermann Linie. Drei Jahre darauf, am 13.3.1913, erhielt er in Wustrow das Kapitänspatent als „Schiffer auf großer Fahrt”. Es war der Sterbetag seiner Mutter, deren großer Wunsch es gewesen war, diesen Tag noch er­leben zu können.

 

1914 fuhr Werner als 2. Offizier auf der „Henriette Woermann”, die Stückgüter von Hamburg nach der Westküste Afrikas bringen sollte. Am 2.9. lief die „Henriette Woermann” als letztes deut­sches Schiff zu Beginn des 1.Weltkrieges im Hafen von Duala, der Hauptstadt der deutschen Kolonie Kamerun, ein, und am 27.9.1914 geriet Werner in Gefangenschaft.

 

Zunächst wurde er mit anderen Landsleuten in Dahomey inter­niert, später jedoch nach Marokko verlegt und zwar in das Lager Caspah de Mediouna. Von hier aus gelang es ihm, als Arzt mit falschem Arztpatent ausgetauscht zu werden. Über Uzès in Frank­reich kehrte er am 12.10.1916 in seine Heimat zurück.

 

Seine Erlebnisse in französischer Gefangenschaft mit all den Leiden und Strapazen und seinen drei Fluchtversuchen hier einge­hend zu schildern, würde leider, obwohl es sehr interessant wäre, an dieser Stelle zu weit führen. Werner schrieb über die Zeit seiner Gefangenschaft einen ausführlichen 15 Schreibmaschinen­seiten umfassenden Bericht.

Bereits wenige Tage nach seiner Ankunft in Deutschland trat Werner in den Ehestand. Am 24.10.1916 schloß er in Altona mit Gertrud Wilhelmine Caroline Schabow, die am 29.9.1890 in Altona geboren war, den Bund fürs Leben.

 

Kaum hatte Werner sich von den Strapazen der Gefangenschaft erholt, als er auch schon zur Kaiserlichen Marine eingezogen wurde. Wegen häufiger Malariaanfälle wurde er jedoch bald wieder aus dem Militärdienst entlassen.

 

In den nächsten Jahren fuhr er auf verschiedenen Handelsschif­fen in der Ost- und Nordsee, um dann wieder in die Dienste der Woermann Linie zu treten. 1922 übernahm er den Posten eines Proviantkontrolleurs bei der Stinnes Linie, den er bis 1926 inne­hatte.

 

Jetzt ging Werner für die Hamburger Firma Gorsky nach Mikindani im Tanganyika Territorium, unserem ehemaligen Deutsch-Ost­afrika, wo er zusammen mit seinem Bruder im Mangrovenrinde-Geschäft arbeitete. Auch seine Frau folgte ihm dorthin.

 

Ende 1929 kehrte er nach Deutschland zurück und kaufte sich hier ein eigenes Schiff, den Dampfer „Kurland”, 350 Br.Reg.To. groß, der aber am 21.2.1931 in der Nordsee in schwerem Sturm verlorenging.

 

Mit diesem Schiffbruch endete auch Werners seemännische Lauf­bahn. Er ging wieder nach Afrika, diesmal nach Südwest, wo er in Walfischbai das Atlantic Hotel pachtete und auch Farmen ver­waltete.

 

Während des 2.Weltkrieges wurde er im Juni 1940 interniert und verbrachte 4 Jahre im Internierungslager Andalusia in Süd­afrika, während seine Frau weiter in Windhuk blieb. Am 8.6.1944 wurde er nach Deutschland entlassen.

 

Hier erlebte Werner in Güstrow und Schwerin die letzten Kriegs­monate. Nach Kriegsende ging er nach Hamburg und wartete dort auf seine Ausreisegenehmigung nach Südwest. Am 6.5.1949 konnte er endlich abreisen.

 

In Walfischbai fand er eine Anstellung als Stauer bei der Firma Sturrock & Woker, die er trotz seines Alters noch bis zum Jahre 1958 behielt. Vom September dieses Jahres ab wohnte er im benachbarten Swakopmund, von wo er am 8.5.1960 endgültig mit seiner Frau nach Deutschland zurückkehrte, um hier seinen wohl­verdienten Lebensabend nach einem bewegten Leben in Ruhe zu ver­bringen.

 

Werner und seine Frau wohn(ten) zum Schluß im Haus „Seemannsdank” der Woermann Linie in Hamburg-Altona, Palmaille 29 a.

 

Eigene Ergebnisse:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werner und Trude Neckel anlässlich ihrer goldenen Hochzeit 1966 in Gifhorn

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.