The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:
Jüngerer (Doberaner) Unterzweig

 

Ulrich Neckel wurde am 23.1.1898 als jüngster Sohn des Ritter­gutsbesitzers Eduard Neckel in Carlsruhe bei Ribnitz geboren.

Hier in Carlsruhe wuchs er zusammen mit seinen beiden Geschwi­stern Walter und Gertrud auf.

 

Als Ulrich 6 Jahre alt war, verlor er seine Mutter, die am 13.3.1904 im 31. Lebensjahr starb.

 

Ulrich besuchte das Leibniz-Gymnasium in Berlin und kam später, als sein Vater nach Aufgabe seines Gutes nach Güstrow zog, auf das dortige Realgymnasium.

 

 

Am 28.9.1914 bestand er die Kriegsabschlußprüfung und meldete sich-sechzehnjährig- als Kriegsfreiwilliger beim Güstrower Feld- Artillerie-Regiment Nr.24.

 

Nachstehend folgt eine Würdigung seines weiteren Lebens, die sich in dem Buch: „Geschichte der Ritter des Ordens Pour le merite im Weltkrieg” findet:

 

„Leutnant der Reserve Ulrich Neckel
Führer der Jagdstaffel 6

 

In dem berühmten Kriegstagebuch des früh gefallenen Dichters Walter Flex ‘Der Wanderer zwischen beiden Welten’ heißt es:

 

‘Rein bleiben und reif werden – das ist schönste und schwerste Lebenskunst’. Mancher, der den auch frühvollendeten jungen Flie­gerleutnant Ulrich Neckel kannte, wird diese Stelle auf ihn be­ziehen, in so hohem Maße trifft sie auf ihn zu. Die ihm eigene fröhliche Jungenhaftigkeit verband sich mit einem grüblerischen Ernst, der sich auch in seinen Gesichtszügen eindringlich ausprägte.

 

Ulrich Neckel ist als Sohn eines mecklenburgischen Ritterguts­besitzers am 23.1.1898 geboren. Als der Weltkrieg ausbricht, meldet sich der 16-jährige Schüler sofort als Freiwilliger bei dem in seinem Heimatort Güstrow garnisonierenden Feldartl.Rgt.24, wird im September 1914 eingestellt und kommt im Januar 1915 mit dem Reserve Feldartl.Rgt. 65 ins Feld, nach dem Osten. Ulrich Neckel, der schon als Kind für alles, was mit der Fliegerei zu­sammenhing, brennendes Interesse gezeigt hat, geht ein langgeheg­ter Lieblingswunsch in Erfüllung, als er im Jahre 1916 nach sei­ner Meldung zur Fliegertruppe einberufen wird. Auf der Flieger­schule Gotha wird er ausgebildet und geht nach Ableistung der vorgeschriebenen Pilotenprüfung an die Front.

 

Zuerst fliegt Ulrich Neckel bei der Jagdstaffel 12, in deren Führer, dem bayrischen Oblt. Ritter v. Tutschek, einem bei man­chem Sturm und in zahlreichen siegreichen Luftkämpfen erprobten Offizier, der junge Jagdflieger einen hervorragenden Lehrmeister findet. Dank seines fliegerischen Könnens und seines Angriffsgei­stes ist Ulrich Neckel bald einer der tüchtigsten Angehörigen der von dem Jagdflieger Tutschek geführten tapferen ‘Schwarzschwanz’- Staffel. Im September 1917 erringt er seinen ersten Luftsieg, erhält im folgenden Monat das Eiserne Kreuz und wird am 7.April 1918 zum Leutnant der Reserve befördert. Nachdem er eine Zeitlang bei der Jagdstaffel 13/11 geflogen ist und bei dieser neue Erfol­ge errungen hat, wird Lt. Neckel im August 1918 Führer der Jagd­staffel 6 im Jagdgeschwader ‘Freiherr von Richthofen’ Nr.l.

 

Beliebt als Kamerad und Führer, trotz seiner Jugend auch von den oft bedeutend älteren Pliegern seiner Staffel neidlos aner­kannt, mehren sich seine Erfolge. Die Zahl seiner Abschüsse wird immer größer. Er erhält das Ritterkreuz des Hohenzollernschen Hausordens mit Schwertern und wird nach 26 Abschüssen zur Verlei­hung des Ordens ‘Pour le m£rite’ eingegeben, den ihm – wohl als letztem – eine A.K.O. vom 8. November 1918 zuspricht.

 

Mit dieser hohen Auszeichnung ist auch das tragische Ende des gewaltigsten aller Kriege da. Für Ulrich Neckel, der insgesamt dreißigmal Sieger im Luftkampf blieb, das Ende der ‘schönsten Zeit seines Lebens’ – wie er sagt. ‘Aber’ – so heißt es in einem Brief aus Aschaffenburg, wo er die Demobilmachung seiner Staffel leitete – ‘die letzten 14 Tage waren wohl die schrecklichste Zeit des ganzen Krieges; man hat da überhaupt erst mal gelernt, was kämpfen heißt, nicht mit dem äußeren Feind, sondern mit sich selbst’. Die Träger und Mitläufer der Revolution machten es den deutschen Offizieren allzu schwer.

 

Nachdem er die Uniform ausgezogen hatte, war Lt. Neckel zu­nächst als Kaufmann tätig, bis er in Warnemünde seine fliegeri­schen Kenntnisse wieder auffrischte, Fluglehrer beim ‘Sportflug’, der späteren Verkehrsflieger-Schule, wurde, zuerst in Hannover, dann in Staaken und schließlich in Schleißheim bei München.

 

Mit aufrichtiger Begeisterung hingen seine Schüler an ihrem Lehrer. Doch ein langes Wirken war dem jugendlichen Flieger nicht beschieden. Die Kriegsstrapazen hatten seine Gesundheit stark mitgenommen. Eine neuerliche Erkältung im Mai 1927 griff seine Lunge stark an. Im Sohwarzwald, in der Schweiz und zuletzt in Italien suchte er Heilung von seinem schweren Leiden. Doch eine Lungenentzündung führt am 11. Mai 1928 zum Tode. Vierzehn Tage später trägt man den tapferen Fliegerleutnant Ulrich Neckel auf den Invalidenfriedhof in Berlin zur letzten Ruhe“.

 

Ulrich starb in Arco (Italien). Er wurde am 15.5. in Verona eingeäschert. Die Beisetzung auf dem Invalidenfriedhof in der Nähe des Freiherrn Manfred von Richthofen erfolgte am 22.5.1928.

 

Ulrich hatte sich am 27.6.1922 in Halle an der Saale mit Senta Dagmar Maria Köhler vermählt, die am 11.3.1904 als Tochter des Rechtsanwalts Otto Köhler in Elberfeld geboren war.

 

Aus dieser Ehe, die nach zwei Jahren wieder geschieden wurde, ging eine Tochter hervor:

 

Birgit Margarete Elisabeth, geboren am 25.4.1923 in Halle

 

Birgit Neckel wurde von ihrer Tante Gertrud erzogen. Sie be­suchte die Grundschule in Malchow, das Lyzeum in Güstrow und später die Oberschule in Rostock, wo sie 1941 die Reifeprüfung bestand. Der Schulzeit folgte ein Jahr Arbeits- und Kriegshilfs­dienst. Im Herbst 1942 begann Birgit mit dem Studium der Medizin an der Universität Freiburg. 1944 wirkte sie als Krankenschwester im Lazarett in Bad Doberan und machte nebenher ihr Physikum an der Universität in Rostock. In den letzten Kriegsmonaten wurde sie als Schwesternhelferin vom Roten Kreuz in verschiedenen Rostocker Lazaretten eingesetzt. Bei Kriegsende ging sie mit ihrer Tante Gertrud, die als Oberschwester tätig war, nach Lübtheen, wo sie in einem vom Roten Kreuz eingerichteten Behelfs­krankenhaus auch wieder als Schwester arbeitete. Hier verlor sie ihre Tante, die am 9.1.1946 an einer Infektionskrankheit starb.

 

 Nun ging Birgit nach Stuttgart. In Würzburg führte sie dann ihr Studium zu Ende und bestand an der Universität daselbst im Februar 1950 ihr Staatsexamen, um dann im April zum Dr.med. zu promovieren. Anschließend war sie in mehreren Stuttgarter Kran­kenhäusern tätig.

 

Am 28. April 1951 vermählte Birgit sich in Stuttgart mit dem Diplommathematiker Dr. rer, nat. Günther Grammel, der am 18.10. 1923 in Stuttgart geboren war. Sie haben 3 Kinder:


Ingrid, geb. 1952
Stephan, geb. 1953
Marion, geb. 1956

 

 

 

Eigene Ergebnisse:
Zu Ulrichs Ehren benannte die Lufthansa in den 30er Jahren eines ihrer Passagierflugzeuge (Junkers Ju 52 D-AGAK) “Ulrich Neckel”.

 

 

Zudem gibt es heute noch folgenden Bausatz zu kaufen:

Fokker D.VII (OAW) Mid, Ulrich Neckel

Plastik-Modellbausatz (Maßstab 1:72) mit bebilderter Bauanleitung und Abziehbildern.
Für die Fertigstellung werden Farben und Klebstoff benötigt, die nicht enthalten sind.

Spannweite: 125mm, Länge: 95mm

Wasserbilder:
Ltn. Ulrich Neckel, Jasta 6, September-Oktober 1918

Benötigte Farben: Humbrol 32, 33, 34, 53, 56, 80, 87, 107, 110, 113, 180

Altersangabe: 14+
Empfohlen für den Modellbauer ab 14 Jahren.

Achtung Warnhinweis: Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren.
Erstickungsgefahr. Enthält kleine Teile mit funktionsbedingt scharfen Kanten und/oder Spitzen.

Die Fokker D.VII war ein deutsches Jagdflugzeug im 1. Weltkrieg. Der Erstflug war im Januar 1918, noch im gleichen Jahr wurde sie in Dienst gestellt. Es wurden über 3.200 Stück gebaut. Die D.VII galt als das beste Jagdflugzeug seiner Zeit. Im Friedensvertrag von Versailles ist die Fokker D.VII als einziges Flugzeug erwähnt = Alle D.VII seien an die Sieger auszuliefern bzw. zu verschrotten, ein Beweis dafür, wie sehr sie gefürchtet war.

Die Albatroswerke stellten eine Lizenzversion der Fokker D.VII her. Die D.VII (Alb) wurde bei den Albatros Flugzeugwerken in Berlin-Johannisthal hergestellt, die D.VII (OAW) bei den Ostdeutschen Albatros Werken in Schneidemühl.

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.