The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:

 

Heinrich Neckel wurde an 24.9.1904 als Sohn des Kapitäns Ernst Neckel in Schwerin geboren.

Von Ostern 1911 - 1914 besuchte er die Bürgerknabenschule und anschließend das Gymnasium Fridericianum in Schwerin.

Da sein Vater Ende 1919 als Folge des verlorenen Krieges seinen Beruf als Segelschiffskapitän aufgeben mußte, verließ Heinrich Ostern 1921 die Schule mit den Zeugnis der Primareife und kam entgegen seinen eigenen Wünschen zum Finanzamt, um die Finanzbeamtenlaufbahn einzuschlagen. Hier war er als Angestellter und Steuersupernumerar vom 22.4.1921 bis 15.10.1924 tätig.

Da er aber die Absicht hatte, auf jeden Fall für einige Jahre ins Ausland zu gehen, trat er 1924 als Volontär bei der Zentralwarengenossenschaft Raiffeisen ein und eignete sich hier die kaufmännischen Kenntnisse an, die er für eine Auslandsstellung benötigte. Gleichzeitig war er bestrebt, seine englischen Sprachkenntnisse zu vervollkommnen.

In Sommer 1926 lernte er seine zukünftige Frau kennen, mit der er sich Weihnachten 1928 verlobte. Dorothea Auguste Henni Albert war am 17.2.1908 als Tochter des Kaufmanns Heinrich Albert und der Ella geb. Volkmann in Schwerin zur Welt gekommen.

Am 1.2.1929 fuhr Heinrich dann auf gut Glück nach New York, wo er sogleich in der Auslandsabteilung der damaligen Equitable Trust Co., 11 Broadstreet Ecke Wallstreet, eine Stellung fand. Diese Bank war eine der größten Amerikas. Sie fusionierte einige Jahre später mit der Chase National Bank of the City of New York, 18 Pinestreet, bei der er bis zu seiner Rückkehr nach Deutschland blieb.

Am 5.8.1929 kam auch seine Braut, Dorothea, mit dem Hapag-Dampfer "Deutschland", der auch ihn in die Neue Welt gebracht hatte, in New York an. Um die Einwanderungsbedingungen zu erfüllen, fand noch an selben Tag die Trauung statt. In der 77. Straße auf der Westseite von New York bezogen sie ihr erstes Heim. Beide hielten es für selbstverständlich, daß sie nach einigen Jahren nach Deutschland zurückkehren würden.

Dorothea nahm zunächst eine Stellung beim Norddeutschen Lloyd an und dann bei der Hamburger Exportfirma Harder & De Voss.

Am 1.12.1930 wurde in New York - Brooklyn ihr Sohn Heinz Ernst Georg geboren. Als er fast 3 Jahre alt war, kehrte seine Mutter mit ihm nach Deutschland zurück. Anderthalb Jahre später, im März 1935, betrat auch Heinrich wieder heimatlichen Boden.

Seinen neuen Wirkungskreis fand er wieder bei "Raiffeisen", diesmal jedoch nicht bei der Warenzentrale in Schwerin, sondern beim Prüfungs- (Revisions-) Verband in Rostock, bei dem er am 23.4.1935 als Anwärter für den Prüfungsdienst eintrat. Nach einem drei Monate dauernden Lehrgang in Berlin mit nachfolgender Abschlußprüfung wurde er mit Wirkung vom 1.7.1938 zum Verbandsprüfer (Verbandsrevisor) ernannt.

In Rostock, wo die Familie in der Gartenstadt Barnstorf, Rosenweg 6, und seit April 1938 Am Waldessaum 15 wohnte, wurden noch 2 Söhne geboren:

 

Thorsten Friedrich kam am 17.2.1937, dem Geburtstag seiner Mutter, zur Welt.

DietrichDietrich Wilhelm Hinrich wurde am 23.2.1939 geboren. Er kam am 2.3.1944, 8 Tage nach seinem 5. Geburtstag durch einen tragischen Unglücksfall ums Leben und wurde am 8.3. in Schwerin beerdigt.

 

Inzwischen war der 2. Weltkrieg ausgebrochen, und Heinrich war am 30.6.1941 zur Kriegsmarine einberufen worden. Er erhielt seine Ausbildung bei der 8. Schiffsstammabteilung in Leer (Ostfriesland) und wurde dann bei verschiedenen Kommandos in Frankreich eingesetzt, zuletzt als Schreibers Maat und Rechnungsführer beim Seekommandanten Pas de Calais und zwar in der Schule für Flugzeug- und Schiffserkennungsdienst in Wimereux bei Boulogne, später in Armentieres. Seine Einheit kam nach der Invasion am 1.9.1944 in die Festung Dünkirchen und blieb dort bis Kriegsende eingeschlossen. Hier geriet Heinrich am 9.5.1945 in englische und dann in französische Gefangenschaft. Vom 28.5.1945 war er als englischer und französischer Dolmetscher beim 3. Pionierbataillon 226 tätig und wurde am 27.1.1946 aus der Gefangenschaft entlassen.

Nach Rostock zurückgekehrt, nahm er seine alte Tätigkeit wieder auf und zwar beim dortigen Raiffeisenverband e.V. Rostock bzw. dessen Nachfolgeorganisation, der V.d.g.B. (BHG) Kreisverband Malchin und Bezirksvorstand Neubrandenburg in Neustrelitz.

In Rostock, Am Waldessaum 15, kam am 14.3.1949 noch eine Tochter zur Welt: Ulrike Dorothea Margarethe.

3 Jahre später, im Dezember 1952, zog die Familie nach Schwerin und wohnte dort Am Ziegelsee 16. Zu diesem Zeitpunkt studierte der älteste Sohn Heinz bereits in Heidelberg.

Nachdem auch der 2. Sohn Thorsten im Juli 1955 nach Hamburg gegangen war, siedelte Heinrich mit seiner Frau und der jetzt 6-jährigen Ulrike nach Kassel über, wo er wieder beim Raiffeisenverband Kurhessen, e.V., Kassel, als Verbandsprüfer tätig wurde.

Obwohl Heinrichs Zeit schon in Rostock durch seine berufliche Tätigkeit im Außendienst sehr in Anspruch genommen war, beschäftigten er und seine Frau sich am Wochenende eingehend mit Familienforschungen. Der Erfolg war, daß Heinrich noch kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges die Stammfolge Neckel im Deutschen Ge-schlcchterbuch, Band 105 (4. Mecklenburger Band) veröffentlichen konnte.

Auch nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft nahm er seine Forschungen wieder auf, da es schon damals sein Wunsch war, über die Veröffentlichung im Deutschen Geschlechterbuch hinaus eine ausführliche Neckelsche Familiengeschichte zu schreiben, die auch die in diesem noch nicht behandelten Nachkommen des 1683 geborenen Simon Nikolaus Neckel mit enthalten sollte. Von dieser Familiengeschichte sind mit dem jetzt vorliegenden Band 3 Bände erschienen. Mit dem 4. Band wird sie ihren Abschluß finden.

Die Beschäftigung mit den ältesten Neckels in Schwerin gab Heinrich auch die Anregung, sich näher mit der Heimatforschung zu beschäftigen. 1946 brachte er eine Arbeit zum Abschluß, in der er alle Quellen über die ältesten Bewohner Schwerins, die an verschiedenen Stellen veröffentlicht waren, zusammengesteilt hatte. Er gab seinem Buch den Titels "Meine Heimatstadt Schwerin, Band 1: Die Straßen und ihre Bewohner". Dieser Arbeit folgten weitere heimatkundliche Aufsätze in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Eine größere Arbeit, betitelt "Die Reisen und Erlebnisse des Kapitäns Ernst Neckel aus Schwerin in Mecklenburg", wurde 1958 in Kassel fertiggestellt und erscheint zur Zeit im "Albatros", der Zeitschrift der Kap-Horn-Pahrer, in Fortsetzungen.

Seit einer Reihe von Jahren gibt Heinrich auch in unbestimmten Abständen eine Familienzeitung für alle Familienmitglieder heraus, die als Ergänzung zur Familiengeschichte gedacht ist.

Heinrichs Frau entdeckte bald nach dem Krieg ihre dichterische Begabung. Ihre Verse "Ulrikchen gute Nacht", die sie 1949 für ihre kleine Tochter machte, gaben den Text für ein Bilderbuch mit gleichem Titel her, das 1955 vom Kinderbuchverlag Berlin herausgebracht wurde und auch hier im Parabel Verlag, München, erscheint. Im Herbst 1968 lag es in der 17. Auflage (442. Tausend) vor. Dieses und andere Gedichte wurden in verschiedenen Anthologien (z.B. James Krüss: "So viele Tage wie das Jahr hat") und Zeitschriften veröffentlicht. Auch der Rundfunk verwendete einige für seine Kinderstunde.

Nach wie vor unterstützt Dorothea ihren Mann bei der Familienforschung.

Ulrike verlebte die ersten Jahre ihrer Kindheit noch in Rostock, Am Waldessaum, und kam dann im Alter von fast 4 Jahren mit ihren Eltern und ihrem Bruder Thorsten nach Schwerin. Hier wäre sie am 2.9.1955 eingeschult worden, wenn nicht am Tag vorher der Umzug ihrer Eltern mit ihr nach Kassel vor sich gegangen wäre.

So kam sie erst im Alter von 7 Jahren in Kassel zur Schule.

Sie besuchte von Ostern 1956 an 4 Jahre lang die Grundschule Herkulesstraße und wechselte I960 auf ein neusprachliches Gymnasium, die Heinrich-Schütz-Schule, über, deren sprachlichen Zweig sie wählte, obwohl sie musisch und naturwissenschaftlich besonders begabt war. Am 18.6.1968 erhielt sie ihr Reifezeugnis, das mit dem großen Latinum und dem Graecum verbunden war.

Im Oktober desselben Jahres immatrikulierte Ulrike sich mit dem Ziel der Volksschullehrerin an der Pädagogischen Hochschule in Göttingen und steht zur Zeit im 3. Semester. Ihr Wahlfach, Mathematik, studiert sie an der Georg August Universität in Göttingen.


 

Heinrich Neckel starb 1979.

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.