The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:

Ernst Neckel wurde am 22.3.1858 als einziger Sohn des damaligen Erbpächters Heinrich Neckel in Ganschow geboren, wo sich auch die ersten 4 Jahre seines Lebens abspielten.

Nach kurzem Aufenthalt in Parum und Güstrow wurde dann Groß Trebbow der eigentliche Platz seiner Kindheit, an den er sich zeit seines Lebens gern erinnerte. Hier wurde er zusammen mit seinen beiden Schwestern Lene und Marie von einer Erzieherin unterrichtet.

Als Ernst 12 Jahre alt war, zogen seine Eltern nach Schwerin. Hier besuchte er zunächst die Realschule und dann die Bürgerschule. Es hat den Anschein, als ob er zu dieser Zeit für das Lernen noch nicht allzu viel übrig hatte, es sei denn, daß ihm der Turnunterricht gefiel. Dieser fand auf dem mit hohen Bäumen bestandenen Turn- und Spielplatz statt, der außerhalb der Stadt auf dem Schelfwerder lag und zu dem die Schüler klassenweise marschierten.

Gern spielte Ernst mit seinen Kameraden in der verlockenden Umgebung der Stadt der "Seen und Wälder". Als seine Eltern noch in der Schweriner Neustadt, auf der Schelfe, wohnten, die damals noch zum größten Teil mit Wiesen bestanden war, waren es diese und der Schelfwerder, wo sie herumstreiften. Als die Familie dann in die Augustenstraße zog, waren es die Felder, Wiesen und Hänge um den Lankower See, die sie unsicher machten. Hier brachten ihre Streifzüge und Spiele sie sogar einmal in unliebsame Berührung mit dem "Panner", wie der Feldhüter damals genannt wurde.

Nachdem Ernst seinen 16. Geburtstag gefeiert hatte und kurze Zeit darauf in der Paulskirche konfirmiert worden war, ging er zur See.

Seine erste Reise trat er also im Frühjahr 1874 als Schiffsjunge auf der Rostocker Brigg "Bürgermeister Bencard" an. Von Warnemünde aus ging die Fahrt über Schweden, England, Rußland nach Hull in England. Auf der Rückreise gab es bereits den ersten Schiffbruch! Auf der Fahrt von Hull nach Danzig strandete das Schiff bei Egersund (Norwegen). Die Besatzung rettete sich an Land und kehrte nach kurzem Aufenthalt in einem an der Küste gelegenen norwegischen Bauerndorf über Kristiansund nach Hamburg zurück.

Auf den nächsten beiden Reisen, die Ernst auf der Brigg "Ariel" als Deckjunge und an Bord der Schonerbark "Isis" als Jungmann mitmachte, lernte er zahlreiche Häfen an der Ost- und Nordsee kennen.

Seine vierte Reise als Matrose auf der Bark "Ada Stott" führte ihn dann 1877 zum ersten Mal auf den Atlantik hinaus und ließ ihn auch das Kap Horn, und zwar gleich von seiner schlechtesten Seite her, kennen lernen. Trotz langen Hin- und Herkreuzens konnte das Schiff den Bestimmungshafen Valparaiso nicht erreichen und mußte seine Ladung stattdessen in Niederländisch Indien löschen. Von hier aus ging es, vorbei am Kap der Guten Hoffnung, zurück nach England.

An eine zweite Reise auf der "Ada Stott", die nach Kapstadt und den westindischen Inseln Barbados und Trinidad führte, schlossen sich dann noch zwei weitere auf den Dampfern "Concurrent" und "Wilhelm Teil" an, die wieder nur Ostseehäfen zum Ziel hatten.

Als Ernst sich bereits 5 Jahre lang den Wind hatte um die Ohren wehen lassen - er war inzwischen 21 Jahre alt geworden - erfuhr seine Fahrenszeit eine Unterbrechung durch den Besuch der Seemannsschule in Rostock. Dann kam die letzte Reise als Matrose auf der Brigg "Albertine Meier", die nach den U.S.A. und zurück nach Rostock führte. Hier legte er, nachdem er inzwischen das erforderliche Alter von 23 Jahren erreicht hatte, sein Steuermannsexamen ab.

Bis 1885 fuhr er nun als Steuermann auf dem Schoner "Woizlawa", der Brigg "Fanny von Schack" und der Bark "Luise Alwardt". Diese 3 Schiffe segelten wieder Häfen der Ostsee und Nordsee an.

Am 12.3.1886 erhielt Ernst in Rostock nach bestandener Prüfung das "Zeugnis über die Befähigung zum Schiffer auf großer Fahrt". Es sollten aber noch 10 Jahre vergehen, bis er sein erstes Schiff als Kapitän fahren konnte.

Nach zwei kürzeren Reisen an Bord des Schoners "Margarethe Dethlof" und der Bark "Bürgermeister Bauer" nach England und Schweden erlebte Ernst wieder einen Schiffbruch. Er hatte 1886 auf der Bark "Möwe" angeheuert. Auf dem Wege von Riga nach Gloucester in England wurde das Schiff im Bristolkanal von der "Celtic Chief" gerammt und sank. Die Besatzung konnte sich auch dieses Mal retten und kehrte über Newport nach Deutschland zurück.

Ernst fand bald wieder eine Heuer auf dem Dreimastschoner "Blitz",mit der er zwei Reisen machte, die eine nach verschiedenen Häfen der Ost- und Nordsee, die andere nach Brasilien und über Petersburg zurück nach Rostock. Hieran schloß sich eine Reise auf der "Riga" mit Ost- und Nordseehäfen als Ziel.

Seino beiden letzten Fahrten als Steuermann machte er auf den Barken "v.d.Bergh"und "Tahiti". Mit der "v.d.Bergh" ging es nach Brasilien und Britisch Honduras (Mittel-Amerika), mit der "Tahiti" nach Jamaika und Savannah (U.S.A.). Um die Jahreswende 1895/96 kam er dann wieder in der Heimat an.

In Schwerin fand er die Familienverhältnisse verändert vor.

Seine älteste Schwester Helene war am 4.10.1895 gestorben und seine Eltern hatte ihre große Wohnung in der Orleansstraße 10 mit einer kleineren in der Roonstraße 7 vertauscht.

Nun hielt Ernst die Zeit für gekommen, sich nach einem Schiff umzusehen, das er als Kapitän fahren konnte. Er trat mit der Reederei Mentz, Decker & Co., Hamburg in Verbindung, die auch bereit war, die 1896 angekaufte Schonerbark "Vidar" unter seine Führung zu stellen. Wie es damals üblich war, zahlte auch Ernst eine bestimmte Summe - 4000,- Mark - als seinen Anteil am Schiff bei der Reederei ein. Damit war er "Partenreeder" und in Höhe dieses Anteils - Part - am Gewinn beteiligt.

Die erste Reise verlief ohne besondere Zwischenfälle. Am 13.3. 1897 verließ die "Vidar" Cuxhaven, um nacheinander folgende Häfen anzulaufen: Santos (Brasilien), die Insel Trinidad, Rotterdam, Cardiff (England), wieder Trinidad und dann zurück nach Hamburg, wo sie Ende 1897 wieder vor Anker ging.

Während die erste Reise schon nach einem Dreivierteljahr ihr Ende fand, sollte die nächste fast zwei Jahre dauern. Sie nahm folgenden Verlauf: Hamburg - Santos (Brasilien) - Glasgow (Schottland). Von hier ging es gleich auf neue Fahrt nach Kapstadt (Südafrika) und dann über Rosario (Argentinien) nach London zurück.

In Januar 1900 lief die "Vidar” im Londoner Hafen ein. Hier kam sie zur gründlichen Überholung ins Trockendock.

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

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Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.