The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:

 

Heinrich kam als ältester Sohn von Johann Neckel und seiner Frau Lisette am 30.12.1822 im Hause Gaettens in Groß Medewege zur Welt.

HeinrichHeinrich war 6 Monate alt, als sein Vater Santow pachtete, wo er seine Kindheit und seine Jugendjahre ungestört verleben konnte. Hier wuchs er zusanmen mit seiner älteren Schwester Louisa und seinen jüngeren Geschwistern auf und besuchte, da Santow zur Kirche GrevesmUhlen gehörte, wahrscheinlich auch in GrevesmUhlen die Schule.

Heinrich wurde Landwirt und stand bis zu seiner Verehelichung seinem Vater in Herrensteinfeld als "Ökonom" zur Seite.

Am 20.6.1856, er war jetzt 33 Jahre alt, heiratete er in Groß Trebbow die Tochter des seit 2 Jahren verstorbenen Pastors Ernst Siegfried Johann Gabriel Staak Emma Friederike Caroline, die nur wenige Tage jünger war als er selber.Emma

Einen Monat später, am 11.7.1856, kaufte er dann eine Bauernstelle, nämlich die 48 ha große Erbpachthufe Nr. VIII in Ganschow, als deren Eigentümer er bereits am 19.6., am Tag vor seiner Hochzeit, vom Großherzog bestätigt worden war. Der Kaufpreis betrug 17500 Reichstaler und wurde folgendermaßen beglichen:

 

Heinrich übernahm eine bereits eingetragene Hypothek in Höhe von

9652,44 Talern

dazu ließ er eine neue Hypothek in Höhe von eintragen

1847,4 Talern

bei Abschluß des Kontrakts am 9.6.1856 zahlte er bar

2000,- Taler

Bei Übergabe am 11.7.1856 zahlte er 4000,- Taler
  17500,- Taler

 

Wie die Akten berichten, nahm der Verkäufer, Erbpächter Rüsch, die zuletzt gezahlten 4000 Taler in “vier Beuteln, mit dem Siegel der Rostocker Bank versiegelt, bona fide an und quittierte über deren Empfang“.

An Erpacht hatte der jeweilige Besitzer der Hufe jährlich außerdem noch 214 Taler zu entrichten.

Der Viehbestand betrug 6 Pferde, 7 Kühe, 3 Kälber, 24 Mutterschafe, 21 Lämmer, 1 Zuchtsau, 3 Faselschweine und verschiedenes Federvieh.

Im Laufe seines sechsjährigen Aufenthalts in Ganschow kamen hier Heinrichs 3 Kinder zu Welt:

Kinder Heinrich 

Helene Marie Ernestine, geb. 28.4.1857

Ernst Johann Friedrich, geb. 22.5.1858

Marie Johanna Ottilie Luise, geb. 25.2.1860

 

Am 8.7.1862 verkaufte Heinrich die Hufe wieder an den Ökonom Johann Rehmann aus Qualitz für 18100 Taler, also für 600 Taler mehr, als er selber bezahlt hatte.

Die Hufe war jetzt statt mit 11.500 Talern nur noch mit 8.816,32 Talern Hypotheken belastet, die der Käufer wieder übernahm. Von dem verbleibenden Betrag in Höhe von 9.283,16 Talern erhielt Heinrich 4000 Taler in bar, während er 1500 Taler, die noch seinem Vater bzw. dessen Erben gehörten, von dem Käufer direkt an diese überweisen ließ. Der restliche Betrag in Höhe von 3.783,16 Talern wurde als Hypothek zu seinen Gunsten eingetragen.

Auch den in bar erhaltenen Betrag legte Heinrich wahrscheinlich als Hypothek an. Wie aus einem 17 Jahre lang von ihn geführten Kassenbuch ersichtlich ist, erhielt er von seinem Bruder Karl aus Herrensteinfeld bis zum Jahre 1883 alljährlich einen Zinsbetrag von 225.- M. Ihm wird er also nach dem Verkauf seiner Erbpachthufe einen entsprechenden Betrag ausgehändigt haben.

Im Sommer 1862 zogen Heinrich und Emma mit ihren drei Kindern zunächst nach Parum und dann weiter nach dem nahebei gelegenen Güstrow, wo sie unmittelbar an der Nebel wohnten. Zwei Jahre später erfolgte von hier aus der Umzug nach Groß Trebbow. Hier war Emmas Mutter am 17.5.1864 gestorben. Man könnte annehmen, daß Emmas Bruder, Ernst Magnus Staak, der seinem Vater als Pastor im Amte gefolgt war, seiner Schwester und seinem Schwager den Vorschlag gemacht hatte, jetzt in die freigewordene Wohnung des Pastorenwitwenhauses zu ziehen.

Louise Staak, Emmas Mutter, war die Tochter des Pächters von Gädebehn und Zapel Johann Jacob Böttger gewesen. Die Übernahme ihrer zum Teil noch eingerichteten Wohnung durch Heinrich und Emma brachte es mit sich, daß einige wertvolle Möbelstücke, wie ein echter alter Barockschrank und schöne Biedermeiermöbel in deren Besitz erhalten blieben. In meinen Händen befindet sich heute noch ein mit schönen Zeichnungen versehenes Poesiealbum aus dem Jahre 1807, das durch eine Eintragung der Louise Bürger, der Mutter des Trojaforschers Heinrich Schliemann, besonders interessant ist.

Die Zeit in Groß Trebbow, während der die Kinder von einer Erzieherin unterrichtet wurden, hatte nach 6 Jahren wieder ein Ende. Um 1870 zog Familie Neckel nach Schwerin und wohnte zunächst in der Bergstraße 40a. Heinrich, der im damaligen Adreßbuch als Rentier bezeichnet wurde, betätigte sich hier für den Agenten und Gütermakler Heinrich Matz. Ihre Haupteinnahmequelle neben Zinseinnahmen aus Hypotheken verschafften er und seine Frau sich aber durch die Eröffnung eines Schülerpensionates. Gute Beziehungen zu auf dem Lande wohnenden Pastoren- und Pächterfamilien sorgten dafür, daß es 25 Jahre lang stets mit 3 bis 4 Schülern besetzt war.

Die Wohnung in der Bergstraße wurde bereits nach einem Jahr wieder geräumt, und auch in den folgenden Jahren wurde die jeweilige Wohnung noch mehrere Male gewechselt. Von 1871 bis 78 wohnte die Familie in der Paulstraße 40 und von 1886 bis 1896 in der Orleans-Str. 10.

Wenige Monate vor Aufgabe dieser letzten Wohnung traf Heinrich und Emma ein schwerer Schicksalsschlng. Ihre älteste Tochter, die sich in Begleitung ihres Schweriner Arztes zu einem Spezialisten nach Berlin begeben hatte, starb dort am 4.10.1895 an den Folgen einer notwendig gewordenen Operation. Sie wurde am 6.10. in Schwerin beerdigt.

Man kann wohl annehmen, daß Helene ihren Eltern bei der Betreuung der Pensionäre viele Jahre lang zur Seite gestanden hatte. Sie war erst 38 Jahre alt, als der Tod sie ereilte.

Dieser schwere Verlust bewog Heinrich und Enna, das Schülerpensionat, das schon während des letzten halben Jahres wegen der Krankheit ihrer Tochter nicht mehr in Betrieb war, endgültig zu schließen. Das bereits erwähnte Kassenbuch zeigt an, daß sie zu Beginn des Jahres 1896 verschiedene der für die Schüler angeschafften Möbelstücke verkauften. In der Roonstraße 7 fand das alt gewordene Ehepaar eine kleine freundliche Wohnung. Ihr einziger Sohn Ernst, der 1874 die Seemannslaufbahn eingeschlagen hatte und in den verflossenen Jahren den Weg vom Schiffsjungen zun Steuermann durchlaufen hatte, unterstützte sie in diesen Jahren nach besten Kräften.

In ihrer letzten gemeinsamen Wohnung waren Heinrich und Emma noch 3 Jahre des Zusammenlebens beschieden. Dann starb Heinrich am 9.10.1899. Er war 76 Jahre alt geworden.

Emma zog einige Monate nach dem Tode ihres Mannes nach Roonstraße 13. Hier wohnte sie zusammen mit ihrer Schwiegertochter Anna und ihrer jüngsten Tochter Marie, die sich aber nur besuchsweise in Schwerin aufhielt. Sie überlebte Heinrich um 10 Jahre und stand im 88. Lebensjahr, als sie am 20. Juni 1910 die Augen schloß.

Marie, Heinrichs und Emmas jüngste Tochter, wurde Erzieherin.

Bis 1923 machten Pastorenfamilien auf dem Lande und gut situierte Landleute gern von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Kinder, anstatt sie in die Dorfschule oder in eine Schule in der Stadt zu schicken, von einem Hauslehrer oder einer "Erzieherin" unterrichten zu lassen.

Die erste Seite von Maries Poesiealbum ziert eine Eintragung des bekannten mecklenburgischen Schriftstellers Carl Beyer, der, bevor er Pastor in Laage wurde, an der Oertlingschen Höheren Töchterschule in Schwerin als Lehrer angestellt war. Wir können also annehmen, daß Marie diese Schule besucht hatte und anschliessend auf einem Seminar ihre Ausbildung als Erzieherin erhielt.

Zunächst ging sie nach Lansen zu Sophie von Hobe geb. Ehlers, einer Kusine ihres Vaters, und unterrichtete dort deren Tochter Emma. Im Jahre 1888 finden wir sie als Erzieherin in Crunmenhagen bei der Familie Harms und 1890, diesmal als Hausdame, bei der Familie Bade in Barnekow bei Wismar. Ludwig Bade, dessen Frau Luise geb. Ehlers ebenfalls eine Kusine von Maries Vater war, war der Pächter dieses Gutes. 1895 zog das Ehepaar Rade nach Wismar und wohnte dort in der Lirndenstraße 52. Marie blieb bei ihnen, bis Luise Bade in Jahre 1912 starb.

Anschließend fand sie für 2 bis 3 Jahre eine Stellung als Hausdame bei Fräulein Henriette Freytag in Grevesmühlen, von der sie mit einer ansehnlichen Erbschaft bedacht wurde.

Ihre nächste Stellung nahm sie bei Frau Bertha Köhler an, der Witwe des Kirchenrats Wilhelm Köhler und der Schwiegermutter des Pastors Paul Martins (St. Pauls Kirche, Schwerin).

Ihre letzten Lebensjahre verbrachte die von allen Verwandten wegen ihrer Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit sehr geschätzte Marie dann wieder bei der Familie Bade, diesmal in Hohen-Fritz bei Dabel. Der Pächter dieses Gutes, August Bade, der seine Kusine Marie Ehlers geheiratet hatte, war der Sohn der vorgenannten Bades aus Bernekow, später Wismar.

Im Sommer 1922 erkrankte Marie und kehrte darum nach Schwerin zurück. Hier starb sie am 29.9.1922 an Magenkrebs.

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.