The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:

 

Heinz NeckelHeinz Neckel wurde am 1.12.1930 in New York - Brooklyn, 74 Martense-Street, geboren. Als er fast 3 Jahre alt war, kehrte seine Mutter mit ihm nach Schwerin zurück. Nachdem auch sein Vater 1935 seinen Auslandsaufenthalt beendet hatte, zog die Familie nach Rostock, wo sie in der Gartenstadt Barnstorf wohnte. Hier verlebte Heinz seine Jugendjahre.

Von 1937 bis 1941 besuchte er die Borwin-Schule und von 1941 bis 1948 das humanistische Gymnasium (Große Stadtschule) bzw. -nach der Schulreform in der damaligen Ostzone - den altsprachlichen Zweig der Goethe-Oberschule. 1948, 2 Jahre vor dem Abitur, wechselte er noch zum naturwissenschaftlich-mathematischen Zweig über.

Dieser Schritt wird verständlich, wenn man weiß, daß Heinz, veranlaßt durch das rege Interesse seines um 6 Jahre jüngeren Bruders Thorsten, sich seit seinem 15. Lebensjahr intensiv mit der Astronomie beschäftigte. Er baute u.a. mehrere selbstkonstruierte Fernrohre, als größtes ein Spiegelteleskop mit einem Durchmesser von 15 cm und 300-facher Vergrößerung. Viele der dazu benötigten Einzelteile hatte er sich nach Kriegsende auf dem Gelände eines Flugboothafens der ehemaligen Luftwaffe "organisiert".

Aus Anlaß der Sonnenfinsternis am 28.4.1949 stellte er das Spiegelteleskop auf dem Schulhof seiner Schule auf, an der er auch die Astronomische Arbeitsgemeinschaft leitete. Unter Mitwirkung mehrerer Klassenkameraden entstanden damals zahlreiche fotografische Aufnahmen dieser Sonnenfinsternis.

Am 20.6.1950 bestand Heinz die Reifeprüfung und arbeitete in den folgenden 3 Monaten als Praktikant in der Abteilung für Jonosphärenforschung des Meteorologischen Instituts der Universität Rostock in Warnemünde (Professor G. Falckenberg).

Mit dem Wintersemester 1950/51 begann er das Studium der Physik und Mathematik an der Universität Rostock. Während des 2. Semesters gab er infolge Lehrermangels an der Fachschule für Gartenbau ln Ribnitz nebenbei Unterricht in seinen Spezialfächern und in Chemie.

Das 3. und 4. Semester studierte er in Jena. Hier hörte er an der Friedrich-Schiller-Universität außer Physik und Mathematik auch Astronomievorlesungen.

Ende April 1952 ging Heinz nach Heidelberg, wo er mit Beginn des Wintersemesters 1952/53 sein Studium weiterführte.

Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitete er zunächst 1 Jahr lang als Werkstudent im Forschungslabor der OSRAM-G.m.b.H. und ab Mai 1953 als Hilfsassistent an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl.

Dort bearbeitete er u.a. die im Jahre 1954 von der Naturwissenschaftlich Mathematischen Fakultät der Universität Heidelberg gestellte Preisaufgabe "Die Oberflächentemperatur der Sonne", wofür ihm am 22.10.1955 der volle Preis zuerkannt wurde. Diese Arbeit bildete den Ausgangspunkt seiner späteren Doktorarbeit mit dem Titel: "Die vertikale Temperaturverteilung in den äußeren Photosphärenschichten der Sonne".

Für diese Dissertation sowie auch für die am 19.12.1956 bestandene Promotionsprüfung (Dr.rer.nat.) erhielt Heinz das Prädikat: "magna cum laude". Unmittelbar im Anschluß an die Promotion konnte er am 1.1.1957 die Stelle eines wissenschaftlichen Assistenten übernehmen, die er bis zum 31.7.1962 in Heidelberg innehatte.

Dann wurde Hamburg der Platz seiner Tätigkeit. Am 1.8.1962 wurde er Observator der Sternwarte Hamburg-Bergedorf. Seit dem 1.5.1968 ist er dort Hauptobservator.

Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war Heinz häufig im Ausland. In der Zeit vom 15.8.1957 bis 18.6.1958 untersuchte er am Warner and Swasey Observatory in Cleveland, Ohio, die Häufigkeit und räumliche Anordnung von kalten Riesensternen. In diese Zeit fallen auch die Starts der ersten künstlichen Satelliten, deren Bahnen auch in Cleveland beobachtet und berechnet wurden. Damals entwickelte Heinz eine - inzwischen längst überholte - Methode, aus einer einzigen fotografischen Aufnahme die genaue Höhe eines Satelliten abzuleiten. Diese Arbeit erschien in der englischen Zeitschrift "Nature".

Nach Beendigung seiner Tätigkeit in Cleveland unternahm er von hier aus einen ausgedehnten round-trip durch den Westen der Vereinigten Staaten. Stationen seiner Reise waren: Tulsa (Oklahoma), Albuquerque (New Mexico), Flagstaff und der Gran Canyon (Arizona), Los Angeles und San Francisco (Californien), Salt Lake City (Utah), der Yellowstone National Park (Wyoming) und New York, N.Y., von wo er am 8.7.1958 nach Deutschland zurückfuhr.

Die wesentlichsten Arbeiten, die Heinz gemeinsam mit einem Heidelberger Kollegen durchführte, betreffen die genaue Vermessung der Sonnenstrahlung. Um den Einfluß der Erdatmosphäre möglichst kleinhalten und genau kontrollieren zu können, müssen derartige Messungen in großer Höhe erfolgen. So war Heinz im Jahre 1955 zweimal je 2 Monate auf dem 2700 m hoch gelegenen französischen Bergobservatorium Pic du Midi in den Pyrenäen und im Jahre 1959 3 Monate lang auf dem erloschenen Vulkan Pico de Teide auf Teneriffa (Kanarische Inseln). In den Jahren von I960 bis 1964 führte ihn sein Beruf wiederholt auf die 3600 m hoch gelegene Forsehungsstation Jungfraujoch in den Berner Alpen.

Die dort durchgeführten Messungen lieferten die bisher genauesten Werte der Sonnenstrahlung und werden z.B. auch von der NASA bei der Berechnung von Weltraumflügen mit zu Grunde gelegt.

Im Jahre 1967 richtete Heinz auf dem Peleponnes in Griechenland, nahe Mykene, eine Beobachtungsstation der Hamburger Sternwarte ein, um ein neues Beobachtungsprogramm durchzuführen. Zwei- bis dreimal im Jahr fliegt er für 4 Wochen zu dieser Außenstelle.

Die Teilnahme an Kongressen und internationalen Tagungen führte ihn in zahlreiche Städte des In- und Auslandes, so auch in die USA (Troy), Italien (Triest), Tschechoslowakei (Prag) und nach Holland (Groningen).

Seine Beobachtungen resultierten in bisher 25 Veröffentlichungen. Heinz ist Mitglied der Astronomischen Gesellschaft, der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, der American Astronomical Society und der International Astronomical Union.

Am 28.2.1959 verheiratete Heinz sich in Heidelberg mit Sieglinde Maria Bohrmann, die am 24.9.1936 in Heidelberg als Töchter des Professors Dr. Alfred Bohrmann geboren wurde.

Heinz und Sieglinde haben 4 Kinder:

  1. Hartmut, geb.   Heidelberg   31. 8.1959
  2. Heike, geb.   Heidelberg   9.12.1960
  3. Birgit, geb.   Heidelberg   27.11.1962
  4. Silke, geb.   Hamburg-Bergedorf   1.12.1965


 

Heinz hat vier Enkelkinder. Er ist seit 1996 im sogenannten Ruhestand und lebt in Reinbek bei Hamburg.

 

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.