The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
  • header_a.jpg
  • header_b.jpg
  • header_c.jpg

News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:

 

Wolfgang NeckelWolfgang Neckel kam am 9.3.1926 als Sohn des Rechtsanwalts und Notars Walter Neckel in Lübeck, der Heimatstadt seiner Mutter, zur Welt. Seine Jugendjahre verlebte er in Neubrandenburg.

Hier besuchte er die Grundschule und dann das humanistische Gymnasium, das er 1943 mit dem Reifezeugnis verließ. Anschliessend kam er zur Wehrmacht, bei der er zuletzt den Dienstgrad eines Leutnants innehatte.

(Im September 1945 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück.

Wolfgang Neckel leitete zunächst in seiner Geburtsstadt Lübeck 1946/47 ein Kin-

derheim. Anschließend absolvierte er eine Lehre als Weber und arbeitete in der

Folgezeit in dem Hochofenwerk Lübeck.

Von 1950 bis 1952 studierte er in Kiel an der Pädagogischen Pädagogik und Psychologie.

Von 1963 bis 1966 war er Vorsitzender der Hamburger Lehrergewerkschaft GEW.

1965 wurde er als Schulrat in die Schulbehörde Hamburg berufen. Von 1968 bis 1988 war er Landesschulrat der Freien und Hansestadt Hamburg.

Als engagierter Schulreformer setzte er sich besonders für die Einrichtung und inhaltliche Gestaltung der Gesamtschulen ein. Aus: Wolfgang Neckel zum 80. Geburtstag von Host Aye, Klaus Kruse/ W.N.)

Von 1952 bis 1963 war er Lehrer im Hamburger Schuldienst. Danach war er als 1. Vorsitzender der "Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens" tätig und war gleichzeitig Mitglied des Hauptvorstandes der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Lehrerverbände (AHDL).

Im Dezember 1965 wurde Wolfgang Schulrat bei der Schulbehörde in Hamburg und am 1.4.1968 zum Landesschulrat der Freien und Hansestadt Hamburg ernannt.

Wolfgang verheiratete sich am 22.5.1953 in Neumünster mit Gisela Petersen, der am 13.3.1931 in Deutsch-Krone gehorenen Tochter des Oberfcldintendanten a.D. Heinrich Petersen und dessen Ehefrau Hildegard,geb. Hoffmann, geb. Bromberg, den 27.2.1907.

Wolfgang und Gisela Neckel haben 2 Kinder:

1. Wulf Walter Heinrich, geboren Hamburg 23.4.1954

2. Antje, geboren Hamburg 5.11.1958

 

 

 


Wolfgang Neckel zum 80. Geburtstag von Host Aye, Klaus Kruse

 

 

Wolfgang Neckel verstarb am 14. März 2017. Zu seinem Tode erschien von der GEW Hamburg folgender Nachruf:

 

Am 14. März 2017 starb nach längerer Krankheit Wolfgang Neckel in Hamburg. Als Vorsitzender der GEW und langjähriger Landesschulrat wird er in Erinnerung bleiben.

Wolfgang Neckel kam am 9.3.1926 als Sohn des Rechtsanwalts und Notars Walter Neckel in Lübeck, der Heimatstadt seiner Mutter, zur Welt. Seine Jugendjahre verlebte er in Neubrandenburg. Hier besuchte er die Grundschule und dann das humanistische Gymnasium, das er 1943 mit dem Reifezeugnis verließ. Als Siebzehnjähriger kam er zur Wehrmacht, bei der er zuletzt, als 19-Jähriger, den Dienstgrad eines Leutnants innehatte. Im September 1945 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück.

Neckel leitete dann zunächst in Lübeck 1946/47 ein Kinderheim. Anschließend absolvierte er eine Lehre als Weber und arbeitete in der Folgezeit im Hochofenwerk Lübeck. 1950-1952 studierte er in Kiel an der Pädagogischen Hochschule (Wahlfach Geschichte, daneben Theologie). 1952 wurde Wolfgang Neckel in Hamburg als Lehrer an der Volksschule Krausestraße angestellt.

Wolfgang Neckel engagierte sich bildungspolitisch in der SPD und der Gesellschaft der Freunde (GEW). Von 1963 bis 1966 war er Vorsitzender der Hamburger GEW.

Als engagierter Schulreformer setzte er sich besonders für die Einrichtung und inhaltliche Gestaltung der Gesamtschulen ein. Im Dezember 1965 wurde Wolfgang Neckel Schulrat und am 1.4.1968 Landesschulrat in Hamburg.

Als GEW-Vorsitzender kritisierte er das dreigliedrige Schulwesen und insbesondere die Selektion nach der vierten Klasse: „Der Aussagewert der Auslese, die alljährlich darüber entscheidet, welche Kinder nach der vierten Grundschulklasse für die Oberschule geeignet sind, ist gleich null!“ Im Curio-Haus fand dazu 1964 eine Jahrestagung der GEW statt. „Auslesen oder fördern“ war das Thema des Referats von Wolfgang Neckel. Er plädierte für eine Förderstufe in Klasse fünf und sechs, in der Volks- und Oberschulen zusammenarbeiten sollten. „Der Verdacht, dass damit die sechs- jährige Grundschule (die es bis 1953 in Hamburg gegeben hatte) durch die Hintertür wieder eingeführt werden könnte, wurde zurückgewiesen.“ (Abendblatt vom 30.4.1964) Es war inhaltlich die Vorüberlegung dafür, später als Landesschulrat die Einrichtung von Gesamtschulen in Hamburg voranzutreiben.

In Wolfgang Neckels Zeit als GEW-Vorsitzender wurde insbesondere die Erhöhung der Besoldung der Volksschullehrer_innen gefordert, verbunden mit universitärer Ausbildung und Referendariat. Dafür drohte die GEW 1965 mit 25 „Kampfmaßnahmen“, unter anderem keine Klassenfahrten, keine Hausbesuche, keine Schulfeste durchzuführen.

Als Wolfgang Neckel von Schulsenator Drexelius zum Landesschulrat ernannt wurde, gab es heftige Reaktionen bei der Opposition. Die CDU kündigte an, sich „mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zur Wehr setzen. Neckel hat sich immer wieder als Verfechter einer harten sozialistischen Schulkonzeption ausgewiesen.“ Es bestehe Gefahr für den schulpolitischen Frieden. Während die GEW die Entscheidung für Wolfgang Neckel begrüßte, erklärten die konservativen Lehrerverbände: „Es verfestigt sich der Eindruck, dass in Hamburg die Ernennung leitender Schulbeamter zunehmend nur von aktiver Betätigung in der Volksschullehrer-Gewerkschaft abhängig gemacht wird.“ (Abendblatt vom 17.1.1968)

Als Landesschulrat trat Wolfgang Neckel für die Erprobung und den Ausbau von Gesamtschulen ein, förderte die Mitspracherechte der Schülerschaft und stellte sich auf zahlreichen Vortrags- und Diskussionsabenden zu Themen wie Neue Schul- und Unterrichtsformen, Mitbestimmung von Eltern und Schülern sowie einem engagierten Schulbauprogramm der Schulöffentlichkeit. Ende 1969 propagierte er den Bau von Gesamtschulen und war davon überzeugt, mit dem Bau großer integrierter Bildungszentren in Mümmelmannsberg und Steilshoop für bis zu 2400 Schülerinnen und Schüler ein pionierhaftes Modell vorzulegen.

Als Wolfgang Neckel am 20.6.1988 im Kaisersaal des Rathauses verabschiedet wurde, schrieb das Hamburger Abendblatt, dass sich unter ihm „die Hamburger Schullandschaft entscheidend verändert hat, das dreigliedrige System wurde aufgebrochen, die Gesamtschulen wurden eingeführt.“ Schulsenatorin Rosemarie Raab lobte Neckels absolute Loyalität. Neckel ging mit einem Brecht-Zitat: „Gedenkt unserer in Nachsicht“. Künftig wolle er sich um Schullandheime und Schulgeschichte kümmern. Und das tat er dann auch.

Es kamen hier zwei pädagogische Leidenschaften zusammen: sein Engagement für die Schullandheimbewegung und seine Unterstützung für das 1990 eröffnete Hamburger Schulmuseum.

Schon als Junglehrer an der Schule Krausestraße betätigte er sich als Leiter des schuleigenen Schullandheims Lankau. Er war aber nicht nur ein engagierter Praktiker des Schullandheims, sondern er setzte sich auch früh für eine reformpädagogisch orientierte pädagogische Arbeit im Schullandheim ein. In der Szene hatte er bald einen guten Namen. 1973 wurde Neckel zum Ersten Vorsitzenden des nationalen Verbandes der Schullandheime gewählt. Mit großem Engagement und seinen guten Beziehungen zur KMK und zur Politik konnte er den Verband sowohl materiell wie auch inhaltlich stärken und weiterentwickeln. Es wurden pädagogische Modellprojekte entwickelt, das Handbuch „Pädagogik des Schullandheims“ und die vier Bände „Projektarbeit im Schullandheim“ wurden zu Wegweisern für einen gelingenden Aufenthalt von Schülerinnen und Schülern im Schullandheim. Neckels Bedeutung für diese Bewegung wird auch daran deutlich, dass die Kolleg_innen ihn zum Ehrenvorsitzenden des Verbandes wählten, nachdem er 1986 den Vorsitz abgegeben hatte.

Bleibt seine zweite Leidenschaft. Wie kein anderer in der Schulbehörde hat Wolfgang Neckel sich am Ende seiner Dienstzeit für die Gründung eines Hamburger Schulmuseums eingesetzt. Im Museumsverein übernahm er den zweiten Vorsitz. Mit seiner Hilfe konnte das Museum seit 1990 in der Rudolf Roß Schule, ab 2000 in der Seilerstrasse seine erfolgreiche Arbeit aufnehmen. Wolfgang Neckel blieb dem Museum ein treuer Begleiter und Förderer. Auf die Gründung des Museums war er stolz, seine letzte größere pädagogische Tat, wie er meinte.

REINER LEHBERGER, PETER DASCHNER, HANS-PETER DE LORENT

 

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.