The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:

Hinrich Neckel wurde am 24.2.1682 im Dom zu Schwerin (als Sohn des Schneiders  Johann Jochim (“Hans”) Neckel) getauft.

 

Als Sohn des Schneiders Hans Neckel wird er urkundlich zuerst im Jahre 1703 im Beichtkinderverzeichnis von Rugensee genannt.

 

Wahrscheinlich lebte Hinrich zu dieser Zeit, also in den Jahren von 1701 bis 1708, bei seinen Eltern in Rugensee, und wir gehen wohl nicht fehl in der Annahme, daß er, nachdem er das Schneiderhandwerk erlernt hatte, dort zusammen mit seinem Vater gearbeitet hat.

 

Als eindeutigen Abstammungsnachweis kann wohl das Attestatum des Pastors Pele vom 21.3.1718 dienen. Darin heißt es u.a.:

 

”… so kann mit Wahrheit hiermit bezeugen, daß Er nicht nur von guten Christlichen frommen Eltern, näm­lich Hans Nekel ein Schneider in Hundorf und Engel Ottschen, deren Vater ein Drescher in Petrow ist gewe­sen, und die viel eher bei der Fraw Vocken Braumeister in Schwerin treulich gedienet und beyde noch am Leben sind, ist erzeuget und gebohren”.

 

Am 7.11.1709 heiratete Hinrich in Groß Trebbow Ilsche (Elsabe) Detmann, “seel. Daniel Detmanns eines Schäfers nachgelassene Eheleibliche Tochter”.

 

Wie er zunächst nach seiner Heirat gelebt hat, wissen wir nicht.

 

Einige Jahre später jedenfalls finden wir Hinrich in Witten­förden, wo er das Amt des Küsters und Schulmeisters übernommen hatte. Seine schmalen Einkünfte, die ihm von der Kirche für sei­ne Tätigkeit zuflossen, reichten aber nicht aus, um davon allein leben zu können, sodaß er seine Schneiderstube auch in Witten­förden weiterhin offenhalten mußte.

 

Da Hinrich in seiner Eingabe vom 14.6.1756 bemerkte, daß er seit 41 Jahren Küster in Wittenförden sei, muß er also minde­stens seit 1715 in diesem nahe bei Schwerin gelegenen Kirchdorf gewirkt haben.

 

Aus seiner Ehe mit Ilsche Detmann gingen nachweisbar vier Kinder hervor, leider weist auch das Kirchenbuch von Wittenför­den in der Zeit von 1700 bis 1721 größere Lücken auf, so daß wir nicht sicher sind, ob hier nicht noch mehr Kinder geboren sind, was durchaus angenommen werden könnte.

 

Wir wissen nämlich mit Bestimmtheit, daß im Jahre 1717 ein Sohn Christoffer in diesem Ort zur Welt kam, weil das Schweriner Bürgerbuch Wittenförden als Geburtsort angibt, als Christoffer im Jahre 1745 im Alter von 27 Jahren das Bürgerrecht in Schwerin erwirbt.  In Wittenfördener Kirchenbuch fehlt aber seine Geburtseintragung.

 

Da Hinrich im Jahre 1709 geheiratet hatte, ist es sehr gut möglich und sogar wahrscheinlich, daß in der Zeit von 1710 bis 1717 schon Kinder zur Welt kamen. In Frage käme Herr Joann Georg Neckel, der im Jahre 1733 bei dem ältesten Sohn des Gärtners Balthasar Stange zu Schwerin, dem späteren Schwiegervater unseres Hofjägers, Pate stand. Auch ein Freischneider Johann Ulrich Neckel, der am 13.10.1753 – 40 Jahre alt – in Schwerin Bürger wurde und mithin 1713 geboren sein müßte, könnte zeitlich gesehn Hinrichs Sohn sein.

 

Seit spätestens 1715 war Hinrich also in Wittenförden ansässig Die Küsterstelle wurde ihm zunächst von einem Mitbewerber strei­tig gemacht. Ein getaufter Jude, namens Friedrich Wilhelm Genseburg, hatte sich gleichfalls um die Küsterei beworben, wurde jedoch am 5.3.1718 von den Kirchenjuraten abgelehnt. Daraufhin reichte er eine Beschwerde beim Herzog ein, in der es u.a. heißt:

 

Es haben dennoch der Herr Superintendens Schumann in Schwerin und der Priester H. Stahl zu Wittenförden kurz vor abgelebtem Pfingsfeste die Sache solcherge­stalt gedrehet, daß sie Euer Hochfürstl. Durchlaucht gnädigem Willen und hohen Verordnungen ganz entgegen einen Schneyder aus dem Dorfe Rugensee de facto zum Küster eingesetzet.”

 

Doch hatte Genseburg mit seiner Beschwerdeschrift beim Herzog keinen Erfolg. Hinrich Neckel erhielt den Küsterposten, wobei ihm wahrscheinlich die Fürsprache des Pastors Pele, der damals das bereits mehrfach genannte Attestaten vom 21.3.1718 ausgestellt hatte, von Nutzen war. Auch der in Wittenförden amtierende Pastor Carl Stahl, der ein Schuhmachersohn aus Schwerin war, hatte sich außerdem, wie aus dem Beschwerdeschreiben Genseburgs hervor­geht, entschieden für Hinrich eingesetzt.

 

In den folgenden Jahren wurden laut Kirchenbuch außer dem nicht eingetragenen Christoffer drei weitere Kinder geboren:

 

1. Magdalene Elisabeth, geboren am 19.8.1723 und getauft am 22.8,

Paten: Daniel Negendanck, Mühlbursch auf der neuen Mühle; Frau Catharina Magdalena Behrens’sche, Ver­walterin von Wandrum; Armgardt Lesche Sandberg, Förstersfraw

2. Georg Christian, geboren am 9.9.1727 und getauft am 12.9.

Paten: Georg Negendanck, ein Mühlbursch auf der Neu Mühlen; Hans Christian Sandberg und der Schultz Johann Bauchholdt

3. Jochim Hinrich, geboren am 25.12.1731.

Paten: Jochim Fräntz, ein Knecht; Er selbst und die Weh-Mutter.

 

Daß Hinrich in Wittenförden seine liebe Not hatte, um den Le­bensunterhalt für sich und seine Familie zu verdienen, bezeugen folgende zwei Urkunden:

 

20.11.1738
Ich bestätige, daß meines Wissens nach der hiesige Küster Neckels das Schneider Handwerk nicht betreibet, sondern viel­mehr öfter gesehen, daß solche Arbeit von denen auswärtigen Schneidern ist weggeholet worden, solches habe demselben auf sein Verlangen hierdurch attestieren wollen.

Wittenförden                                                           C.G. Matfeld

 

7 .1.1739
… Denn Gott ist bekannt, daß ich mit mein Handwerck nichts verdiene und von der Schule nicht zu leben vermag, auch sonsten nicht so viel bey meinem schlechten Küster-Dienst, daß eine eintzige Kuhe ausfuttern kan, mithin meine Subsistence gar küm­merlich.

Hinrich Neckel
Küster zu Wittenförden

 

Erst 17 Jahre später hören wir wieder von Hinrich. Die nach­stehend aufgeführte Urkunde gibt vor allem Aufschluß darüber, daß Hinrich damals 41 Jahre lang die Küsterstelle bekleidet hatte. Als Hinrich 9 Jahre später starb, war er mithin 50 Jahre lang in Wittenförden Küster gewesen.

 

14.6.1756
Ew: Herzogl. Durchl. werden genädigst geruhen, daß in Unter­tänigkeit Höchstdenenselben vorzustellen mich erkühne, wie ich der Kirche zu Wittenförden 41 Jahr als Küster diene, und habe die Zeit über ein Stück Landes eines Scheffels Aussaat ruhig und ungestöhrt, ohne das geringste dafür zu erlegen, genutzet, nunmehro aber verlanget das Ministerium Ecclesiae in Schwerin, daß ich sowohl die vergangene als zukünftige Zeit für diesen kleinen Pflock Landes alljährlich 6 Sch. bezahlen oder gegenwärtigen, daß der Acker mir genommen und einem ändern überlassen werden soll. Imgleichen habe alle hohe Fest, den 2ten Feyertag, das Kling-Beutel Geld erhalten, meine Vorfahren habens gleichfalls bekommen, welches auch einem jeden hierselbst bekant, welches dem Küster wegen seines schlechten Auskommens zugeleget worden, dieses will man mir in meinem hohen Alter, da ich nichts verdie­nen kann, abnehmen. Die Einkünfte überdem so schlecht, daß ich mich armselig behelfen muß….

unterthänigster Hinrich Neckel

 

Hinrich Neckel war zu dieser Zeit über 70 Jahre alt. Es waren küm­merliche Lebensbedingungen, unter denen die Schulmeister und Küster auf dem Lande noch im 18. Jahrhundert ihr Amt versahen.

 

Eine Wandlung zum Besseren trat erst nach der am 18.10.1770 erlassenen herzoglichen Verordnung ein. Leider kam Hinrich nicht mehr in den Genuß der darin enthaltenen Verbesserungen; er starb nämlich bereits am 9.2.1765 in Wittenförden, ungefähr 83 Jahre alt. Bereits am 15.2.1740 war ihm seine Tochter Magdalene Elisabeth und am 23.10.1764 seine Frau im Tode vorangegangen.

 

Hinrich hatte sich, wie aus den sich auf ihn beziehenden Unterlagen hervorgeht, recht und schlecht durchs Leben schlagen müssen.

 

Es scheint aber unseren Küster doch eine Herzensangelegenheit gewesen zu sein, seinen Söhnen durch die Erlernung eines entspre­chenden Berufes den Weg nach Schwerin zu bahnen. Dort finden wir nämlich seine drei Söhne wieder.

 

Christoffer, der Älteste, wurde Webermeister und erwarb im Jahre 1745 daß Bürgerrecht in Schwerin.

 

Georg Christian zog es zum Schloß; er wurde herzoglicher Kut­scher.

 

Jochim Hinrich, sein jüngster Söhn, trat dagegen bei einem Förster in die Lehre und wurde herzoglicher Hofjäger. Vielleicht hatten die Förstersleute Sandberg, die bei zweien seiner Geschwi­ster Pate standen, ihm hierzu die Anregung gegeben.

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.