The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Vermutete Urahnen

Der nachfolgende Text stammt aus der „Kurzfassung der Familiengeschichte“ von Heinz Neckel aus dem Jahre 1994. Ich habe lediglich die Zuordnungbuchstaben weggelassen. Die Zuordnung der einzelnen Personen ist jedoch aus der grafischen Übersicht („Vorläufiger Stammbaum“) zu entnehmen:

 

Es ist anzunehmen, dass alle Neckels ausnahmslos Nachkommen von Michael Nekell sind, der um 1550 Hufener in dem Dorf Zickhusen war, das zwischen Wismar und Schwerin nahe am Schweriner See liegt.

 

Geht man noch weiter zurück, so lassen sich die “vermuteten Urahnen” bis ins 13. Jahrhundert, bis zu Bole aus dem Dorf  Crukow verfolgen.

 

Bole von Crukow, um 1230 “Zehntenbesitzer” in Crukow
Das Dorf Crukow lag westlich “vor den Toren Wismars” (Wismar wird erstmals 1229 urkundlich bezeugt!).

Bole war als Vasall des Bischofs von Ratzeburg von der Abgabe des “Zehnten” befreit. War vermutlich der “Lokator”, der das Dorf mit deutscher Bevölkerung zu besiedeln hatte und dafür vom Bischof mit dem Zehnten für eine Hufe belehnt worden war.

Kaufte um 1250 Grund und Boden (“eine Wurt”) von mehreren Wismarschen Ratsherren.

Hatte vermutlich sechs Söhne, davon vier namentlich bekannt: Nanne,  geb. um 1225, Hasse, Johann und Radolf.

 

Nanne von Crukow, geb. um 1225
Sohn von Bole.

Verm. um 1255 mit einer Tochter des Ratsherren Werner von Zütphen.

Seit 1260 Ratsherr in Wismar. Hatte Besitz in Crukow, der Köppemitz-Mühle bei Wismar, in Hornstorf, Wendorf und Poppendorf.

In Wismar gehörte ihm zusammen mit seinen Brüdern das sog. Querhaus (“dwerhus”) nahe der Lübschen Straße.

Etwa von 1255 bis 1260 wurden drei Söhne geboren:

Werner, Radolf und Henneke.

Für Sohn Werner schloß Nanne 1283 einen Ehevertrag mit Andreas Schräder, dessen Tochter Werner heiratete (Werner verbürgte sich 1295 mit anderen Bürgern für Johann Markwart aus Dammenhusen, wofür letzterer ihm Grundbesitz in diesem Dorf verpfändete).

Nanne hatte auch zwei Töchter, eine verm. mit Gerbert von Warendorf, die andere mit Gottschalk Preen.

 

Hasse von Crukow, geb. um 1227
Sohn von Bole.

Verm. um 1260 mit Aleydis von Zütphen, ebenfalls Tochter des Werner von Zütphen.

Ab 1274 Ratsherr, von 1292 bis 1295 Bürgermeister in Wismar.

Vertrat am 3. 7. 1285 seine Heimatstadt in Gullberg bei Göteborg bei einem Treffen mit König Erich von Norwegen, wo Abgeordnete aus Lübeck, Wismar, Rostock (Stadtrecht seit 1218), Stralsund und Greifswald Streitigkeiten zwischen den Hansestädten und dem König schlichten wollten.

War abermals am 12. 6. 1293 (1. Pfingsttag) mit anderen Abgeordneten bei König Erich in Bergen, um über streitige Artikel des Calmarschen Friedensvertrages zu einem Vergleich zu kommen.

Kinder: Nikolaus, geb. um 1260, und eine Tochter, die in erster Ehe mit dem Münzer Mathias, in zweiter Ehe mit dem Ratsherren von Walmerstorp verheiratet war.

Lt. Testament von 1282 erbte Nicolaus  von seinem Großvater Werner 22 Äcker in Dammhusen.

 

Johann von Crukow, geb. um 1230
Sohn von Bole.

Verm. mit einer Tochter der Gerburg von Mölln (Domina Gerburgis de Mollne).

Lt. Eintragung im Wismarschen Stadtbuch wird er im Jahre 1260 getrennt (“separatus est”) in der Teilung des Erbes mit seinen Brüdern.

Ratsherr und ab 1277 Bürgermeister in Wismar. Als Bürgermeister bezeugt auch in einer Urkunde vom 29. 9. 1300, nach der die Fürsten von Mecklenburg der Stadt Wismar das Dorf Crukow und die Köppemitz-Mühle für 2600 Mark Lübisch verkauften.

Hatte mindestens einen Sohn (geb. um 1260) und war mit hoher Wahrscheinlichkeit der Großvater von Nikolaus und dessen Schwester Gherburgis.

 

Radolf von Crukow, geb. um 1233
Sohn von Bole.

Hatte 1278 Grundbesitz in Rakow und Neubukow. War außerdem Mitbesitzer des sog. Querhauses in Wismar.

Den Besitz in Neubukow verkaufte er 1280 an die Stadt Neubukow für 270 Mark, den Besitz in Rakow überließ er seinem Sohn Johann.

1283 überließ er seinen Teil des Querhauses den Beguinen in Wismar und verschrieb den Armen zu St. Jacob eine jährliche Rente von 40 Schillingen.

Im Jahre 1285 wurde Radolfs Name beim Verkauf zweier Häuser genannt, die er der Marienkirche zu Wismar geschenkt hatte.

 

Der Sohn von Johann und Vater von Nikolaus, geb. um 1260?
Der Name wird in der Familiengeschichte nicht genannt,  ist (aber) dadurch belegt, daß er und sein Vetter (Sohn von Heinrich Buxtehude) von ihrer beider Großmutter Domina Gerburgis de Mollne (Gerburg von Mölln) zwei Grundstücke in Wismar erhielten (vermutlich jeder Enkel je eines), die die Großmutter für sie gekauft hatte.

Sein Sohn Nicolaus erhielt wohl den Namen vom Onkel Nicolaus, seine Tochter Gherburgis ihren Namen von der spendablen Großmutter.

 

Nicolaus, geb. um 1285?
Sohn von (unbekanntem Namen – W.N).

War Bauer in Metelsdorf bei Wismar. Wurde in den Urkunden des Heiligen Geist-Hospitals in Wismar als “Nicolaus de Metenstorp” geführt.

Übergab im Jahre 1354 (lt. Mecklenburgischem Urkundenbuch, Urkunde Nr. 8000 vom 29. 10. 1354) seinen Hof als “Nicolaus in villa Metenstorp” an seinen Sohn (aus erster Ehe) “Gotfridus, filius Nicolai”.

Aus der zweiten Ehe stammten drei weitere Kinder: Greteke, Henneke  und Kineke.

In der genannten Urkunde hat Henneke (= Johann) noch den Nachnamen Crukowe. ist aber vermutlich identisch mit Henneke Nicolai, der 1365 einen Hof in Bekentin besaß.

Das Dorf Bekentin gehörte damals einem “Hans Paschedagh, anders genomet Sparekre”. Dem Namen Sparke begegnet man auch bei Nicolaus’ Enkel Mathias.
( … )


Gottfried, geb. um 1315?
Sohn von Nicolaus.

Übernahm 1354 als “Gotfridus filius Nicolai” den Hof seines Vaters “Nicolaus in villa Metenstorp” (in Metelsdorf).

Dabei verpfichtete er sich, für seine Tante Gherburgis, die Schwester seines Vaters, zu sorgen, sowie für seine Halbgeschwister Greteke, Henneke und Kineke bis zu deren Mündigwerden.

Weiterhin verpflichtete sich Gottfried, eine Schuldsumme von 15 Mark Lübisch an das Heiligen Geist-Hospital abzutragen, und zwar in gleichen Raten “so wie sein Vater es vor ihm getan hat”.

 

Mathias, geb. um 1340?
(Sehr wahrscheinlich – W.N.) Sohn von Gottfried.

Lebte zur Zeit der Raubritter und Seeräuber, zu denen z. B. ja auch die Vitalienbrüder unter Klaus Störtebecker (1401 in Hamburg hingerichtet) gehörten.

Stand zunächst als Mathyas Neghelsone im Dienst des Gerd von Negendanck auf Plüschow (etwa 15 km südwestlich Wismar, 10 km westlich Metelsdorf)).

Um 1391/92 gehörte er als Mattes Nyckels zu den Kumpanen des “starken Detlef’ (Detlef von Negendanck, ein Sohn von Gerd v. N.), und wurde in einer Urkunde erwähnt, die über Räubereien und Pferdediebstähle in der Wismarer Gegend berichtet.

1399 wohnte er als Matthias Nicolai in Wismar.

In diesem Jahr reiste seine Frau Margarete (geb. Sparke?) nach Lübeck, um den Nachlaß eines Lübecker Bürgers namens Sparke in Empfang zu nehmen (siehe dazu auch Hinweis bei Nicolaus betr. dessen Sohn Henneke).

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.