The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:

 

Thorsten NeckelThorsten Neckel kam am 17.2.1937, dem Geburtstag seiner Mutter, in Rostock zur Welt. Hier wohnten seine Eltern in der Gartenstadt-Barnstorf, zunächst Rosenweg 6 und vom 1.4.1938 an Am Waldessaum 15. So konnte Thorsten in dieser schönen, am Wald gelegenen Vorstadt Rostocks seine Kindheit verleben.

Vom 1.9.1943 an besuchte er die Grundschule, während der ersten 6 Jahre die Borwin-Schule und dann 2 Jahre die Große Stadtschule. Nach der nach 1945 erlassenen neuen Schulordnung wurde jedem Schüler der achtjährige Besuch der Grundschule zur Pflicht gemacht.

Die nach dem 8. Schuljahr erfolgte Abschlußprüfung mit der Note "gut" ermöglichte ihm dann den weiteren Besuch der Großen Stadtschule, jetzt auf der Oberschule derselben. Von Dezember 1952 an - seine Eltern zogen zu diesem Zeitpunkt nach   Schwerin um - besuchte er die dortige Oberschule (Goetheschule II) im Gebäude   des früheren Gymnasiums Fridericianum, an der er am 7.7.1955 im Alter von 18   Jahren die Reifeprüfung bestand.

Thorsten hatte schon von Kindheit an großes Interesse für den Sternenhimmel gezeigt. Gern half er seinem Bruder Heinz beim Bau der Fernrohre. Seine eigene erste, mit dem Spiegelteleskop gefertigte Mondaufnahme datiert aus dem Jahre 1949. 1950 und 1951 führte er Sonnenfleckenbeobachtungen für die Archenhold-Sternwarte in Berlin durch. In Schwerin veröffentlichte er in den Jahren 1954 und 55 mehrere Aufsätze über Astronomie und allmonatlich den "Sternenhimmel" in der Norddeutschen Zeitung. Es war für ihn selbstverständlich, daß er einmal Astronom werden würde.

Da er nun, obwohl er seine Reifeprüfung mit "gut" bestanden hatte, in der DDR nicht die Zulassung zum Studium erhielt, blieb ihm nichts anderes übrig, als Schwerin zu verlassen und nach Hamburg zu gehen (19.8.1955), wo er vom 15.11.1955 bis 15.3.1956 an einem Lehrgang für SBZ-Abiturienten zwecks Anerkennung des Abiturs an der Abendoberschule Hamburg teilnehmen konnte. Seine dort am 14.3.1956 abgelegte Prüfung erlaubte ihm dann das Studium an der Universität Hamburg, das er mit dem Sommersemester am 2.5.1956 begann.

Da seine Eltern, die im September 1955 von Schwerin nach Kassel übergesiedelt waren, ihn in dieser Zeit noch kaum geldlich unterstützen konnten, mußte Thorsten sich seinen Lebensunterhalt in Hamburg selbst verdienen. Er klopfte Teppiche, transportierte Kühlschränke usw., kochte Teer beim Straßenbau, führte Verkehrs-zählungen mit durch, gab Nachhilfestunden und wirkte schließlich als Statist mit beim Film. Nach Beendigung seines 2. Semesters verließ er Hamburg, um an der Universität in Marburg sein Studium fortzusetzen. Am 30.10.1959 legte er am Physikalischen Institut der Philipps-Universität Marburg die Diplom-Vorprüfung in Physik ab. Auch jetzt war er bestrebt, sich neben seinem Studium noch Geld zu verdienen. Er gab wieder Nachhilfestunden und schrieb laufend Aufsätze für eine Jugendzeitschrift.

Um nun auch Vorlesungen in Astronomie hören zu können, führte er vom Wintersemester 1959/60 an sein Studium in Göttingen weiter. Dorthin zog ihn besonders die Nachricht, daß Professor Baade von der Mt. Wilson Sternwarte in Kalifornien an der Georg-August-Universität Göttingen einen Lehrstuhl angenommen hatte und Vorlesungen in Astronomie halten wollte. Leider starb dieser bekannte Astronom bald nach seiner Übersiedlung nach Göttingen.

Am 31.1.1961 bestand Thorsten nach Teilnahme am chemischen Praktikum seine Abschlußprüfung für Chemie. Am 1.10. desselben Jahres erhielt er eine Hilfsassistentenstelle an der Universitätssternwarte.

Ausschlaggebend für seinen weiteren Lebensweg wurde dann der Dozent Dr. Elsässer, der ihm als seinem ersten Diplomanden den Titel für seine Examensarbeit gab, die schon als Doktorarbeit anerkannt wurde. Der Titel lautete: "Verteilung der interstellaren Materie und die Leuchtkraftdichte in der Galaxis". Diese Arbeit wurde mit der Note "sehr gut" bewertet. Seine mündliche Doktorprüfung (Dr.rer.nat.) in Mathematik, Physik und Astronomie bestand Thorsten am 24.7.1963 in Göttingon.

Am 17.5.1963 hatte er sich in Göttingen mit Annerose Margarethe Weydanz, die am 12.6.1930 in Mannheim als Tochter des Dipl. Ingenieurs Dr. Wilhelm Weydanz geboren war, verheiratet.

 

Thorsten FamilieThorsten und Annerose haben 2 Kinder:

 

1. Barbara, geboren Heidelberg 13.12.1964

2. Albrecht, geboren Heidelberg 7.12.1966.

 

Am 1.10.1963 erhielt Thorsten eine Stellung als wissenschaftlicher Angestellter an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl, an die Dr. Elsässer inzwischen als Professor und Direktor berufen worden war.

Von Mai bis September 1968 und von Februar bis Juni 1969 arbeitete Thorsten an dem bei Bloemfontein gelegenen Boyden-Observatory in Südafrika. Dort war es seine Aufgabe, photometrische Beobachtungen aller im südlichen Teil der Milchstraße stehenden OB-Sterne - von Boyden aus wurden 1660 registriert - durchzuführen. OB-Sterne sind sehr helle und junge Sterne mit einer Lebensdauer von nur etwa 10 Millionen Jahren und dienen, da sie fast ausschließlich in den Spiralarmen zu finden sind, besonders gut zur Erforschung der Spiralstruktur unserer Galaxis.

Vor seiner Rückkehr nach Deutschland unternahm Thorsten noch jeweils eine 8-tägige Autotour. Die erste führte zunächst nach Kapstadt und von dort durch den Kalahari-Gemsbock-Park nach Keetmanshoop. Dann ging es zu den großen Karasbergen und schließlich zum Great Fish River Canyon.

Die 2. Fahrt brachte ihn nach Südwestafrika. Über Upington, Karasburg, Keetmanshoop und Mariental ging es nach Windhoek, von dort zum Gamsberg und dann weiter nach Walfischbay. Hier hatte Thorsten die Gelegenheit, Dieter Neckei, der, wie er aus Rostock stammte, persönlich kennenzulernen (s.Bd.2, Seite 170). Nach kurzem Aufenthalt in Walfischbay fuhr er dann über Swakopmund, Omaruru, Karibib und schließlich wieder durch den Kalahari-Gemsbock-Park nach Boyden zurück.

Seit dem 1.2.1969 ist Thorsten wissenschaftlicher Angestellter bei dem neugegründeten Max-Planck-Institut für Astronomie auf dem Königstuhl in Heidelberg.


Darüberhinaus ist Dr. Thorsten Neckel Redakteur der Zeitschrift "Sterne und Weltraum".

Einen Einblick in seine Arbeit ehält man von Bildern aus "Himmel über Heidelberg".

 

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.