The Neckel family

Unsere Familiengeschichte
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News

Ich möchte mich bei Ulla und Dieter Neckel aus Südafrika für die Bereitstellung der fünfbändigen Familiengeschichte recht herzlich bedanken. 11.02.2015                

 

Heinrich Neckel:

 

Simon Nicolaus Neckel wurde am 26. November 1683 im Dom zu Schwerin getauft. Sein Vater war der Fürstliche Einspänniger und spätere Schulmeister und Schneider zu Rugensee Han.s Neckel. Seine Mutter war Engel Otte, mit der sein Vater in zweiter Ehe verheiratet war.

Seine beiden Vornamen verdankte Simon Nicolaus zwei angesehenen Schwerinern: dem Bürgermeister Simon Stemwede und dem Küchenmeister Nicolaus Klähn.

Simon Nicolaus kam wahrscheinlich noch in der Bude auf dem Glaisin zur Welt, die uns schon aus dem Kontributionsregister von 1625 als die des älteren Hans Neckel bekannt ist und die sein Vater im Oktober 1681 teils gekauft, teils noch geerbt hatte.

Die um fünf Jahre ältere Dorothea Elisabeth, deren Mutter Maria Siggelkow gewesen war, und Hinrich Neckel waren seine Geschwister.

Im Nachbarhaus wohnte jetzt wahrscheinlich der Böttcher Ties Siggelkow, Maria Siggelkows ältester Bruder, und schräg gegenüber, an der Ecke der Ritterstraße, lag das Witzendorf'sche Haus, das eben in diesen Jahr 1683 der jetzt 23-jährige Stadtmusikant Gottfried Witzendorf als sein Erbteil übernahm.

30 Jahre später, am 26. Oktober 1713, stand Gottfried Witzendorf bei Simon Nicolaus' einzigem Sohn, Christian Gottfried, Pate.

Am 29. Dezember 1690 - Simon Nicolaus war jetzt 7 Jahre alt - entstand abends um 8 Uhr ein Großfeuer auf der Schweriner Neustadt, bei dem 73 Häuser und Buden abbrannten, und es ist wohl mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß auch Hans Neckels Bude auf dem Glaisin ein Opfer der Flammen wurde.

Uber die nächsten 10 Jahre liegen uns leider keine Daten vor. Um 1701 fanden wir Hans Neckel als Schulmeister in Rugensee. Simon Nicolaus stand zu dieser Zeit sicher in Schwerin bei einem Meister, vielleicht bei einem Brauer oder Böttcher, in der Lehre. Wir hören von ihm erst wieder, als er im Alter von 26 Jahren in den Ehestand trat. Im Kirchenbuch von Plate fanden wir folgende Eintragung:

Anno 1709, 31. Oktober getraut Simon Nicolaus Neckels aus Suerin mit Anna Margretha Schrödern auf der Fähr.

Anna Margretha Schröder war, wie aus den Kontributionsregistern hervorgeht, die Tochter des Fährkrügers Johann Hinrich Schröder.

Die Fähre liegt an der von Schwerin über Müß nach Crivitz führenden Chaussee und zwar dort, wo die Stör in den schmalen südlichsten Zipfel des Schweriner Sees einmündet. Für die Schweriner ist sie bis auf den heutigen Tag ein beliebtes Ausflugslokal geblieben.

Johann Hinrich Schröder, der 1703 nicht nur für den Krug, sondern auch für 3 Pferde, 5 Rinder, 4 Schafe und 2 Schweine Steuern bezahlte (insgesamt 15 Rthl.5 ß), hatte also auch das zu der Krugwirtschaft gehörende Land zu bewirtschaften.

Über eine schon 1560 in Rugensee vorkonmende Familie Schröder berichteten wir bereits auf Seite 449. Wie in Rugensee, so waren Angehörige dieser Familie Schröder schon in Zickhusen und später in Meteln stets die Dorfgenossen der jeweils auch in diesen Dörfern lebenden Neckels gewesen. In Groß Trebbow fanden wir auf einen bis 1625 Schröder´schen Hof einen wahrscheinlich aus Rugensee stammenden Hans Neckel, dessen Frau die Tochter des früheren Besitzers gewesen sein könnte.

In Schwerin wohnte 1625 ein Jochim Schröder und 1633 die Witwe des Branntweinbrenners Johann Schröder auf dem Glaisin.

Nach einer Eintragung im Domkirchenbuch stand 1667 der Holzvogt Matthias Schröder Pate bei dem Sohn eines Marcus Raven, und 1679 fanden wir J. Anna Margretha Schröder, wahrscheinlich die Tochter des Holzvogts, als Patin bei der Tochter eines Hans Raven.

Matthias Schröder ließ am 4. März 1668 seinen Sohn auf den Namen Jochim taufen. "Herr Jochim Sehase, Gärtners Frau und Caspar Siggelkows Frau" standen Pate. Caspar Siggelkow war der Hofmeister zu Ostorf. Seine Frau war Elisabeth Köhler.

Wir vermuten, daß dieser Holzvogt Matthias Schröder, für dessen Tochter wir die Patin Anna Margretha Schröder halten, auch der Vater des Fährkrügers Johann Hinrich Schröder war, dessen Tochter, die auch Anna Margretha hieß, Simon Nicolaus Neckel heiratete. Folgende Darstellung soll dies verdeutlichen:

Matthias Schröder um 1668 Holzvogt

Johann Schröder Fährkrüger                         Anna Margretha 1679 Patin bei Hans Ravens T.

Anna Margretha

oo 31.10.1709 Simon Nic.Neckel

 

Wir wollen noch hinzufügen, daß 1768 eine Oberförsterin Schröder "außer dem Siechenbaum", also in der Höhe des Jägerhofes, in Schwerin wohnte. Der Siechenbaum war ein Schlagbaum und hatte seinen Namen nach der Seeke, einem vom Ostor-fersee sich über den Fließgraben bis zum Pfaffenteich hinziehenden Wasserlauf.

Nach seiner Eheschließung mit Anna Margretha Schröder vergehen vier Jahre, bis wir Simon Nicolaus im Schweriner Stadturkundenbuch unter folgender Eintragung wiederfinden:

"Anno 1713, den 23. Nov. ist Simon Neckel, gebürtig allhier aus Suerin, alt 28 Jahre, nach abgestattetem Bürger und Erbhuldigung Eydt, in numerum civium recipiret, sein Bürgergeld erleget er innerhalb 14 Tagen mit 3 rthlr."

Wie es uns bei Bürgereintragungen schon mehrfach begegnete, ist auch in diesem Fall das angegebene Alter nicht zutreffend; denn Simon Nicolaus war nicht 28 Jahre alt, sondern stand am Tag der Aufnahme drei Tage vor Abschluß seines 30. Lebensjahres.

In diesen vier Jahren, die zwischen seiner Hochzeit auf der Fähre und und der Erwerbung des Bürgerrechts liegen, wurde das Land Mecklenburg im Verlauf des Nordischen Krieges, im dem auf der einen Seite die Schweden, auf der andern die verbündeten Dänen, Preußen und Russen standen, wieder von vielerlei Ungemach heimgesucht.

Nach der Niederlage des Schwedenkönigs bei Poltawa (1709) rüsteten sich die Dänen zu einem Zug gegen das schwedische Wismar, während die Preußen, Sachsen und Russen gegen das gleichfalls schwedische Vorpommern heranzogen.

Am 12. Oktober 1709 erging von dem seit 1692 regierenden Herzog Friedrich Wilhelm an die Stadt Schwerin der Befehl, "daß sie alle Mannschaft im Alter von 18 bis 60 Jahren mustern und in Rotten stellen lasse, damit sie der herannahenden Kriegsgefahr entgegen treten könnten".

Mit der Belagerung Wismars durch die Dänen und dem Einbruch der Sachsen und Russen in Mecklenburg allein war es noch nicht getan. Seit 1710 herrschte wieder die Pest im Lande, so daß Friedrich Wilhelm die Einstellung aller Jahrmärkte und die Sperrung der Tore gebot. Die Epidemie, die auch im Lager der Dänen vor Wismar mit aller Gewalt ausgebrochen war, verlor sich erst wieder, nachdem der schwedische General Steenbock sie am 20.12.1712 bei Gadebusch besiegt hatte und nach ihnen auch die Sachsen und Preußen aus Mecklenburg vertrieb.

Außer der Pest und einer verheerenden Viehseuche hatten die fremden Truppen natürlich auch eine große Teurung im Lande verursacht, so daß der Herzog den Landbewohnern wie auch den Städtern einen Teil ihrer zu leistenden Abgaben erlassen mußte.

Nach diesem uns als notwendig erscheinenden Hinweis auf die nicht abreißenden kriegerischen Verwicklungen, in die Mecklenburg durch seine nach den Frieden von Osnabrück an Schweden gefallenen Gebiete immer wieder mithineingezogen wurde, wollen wir uns wieder Simen Nccolaus zuwenden.

Simon Nicolaus Neckel und Anna Margretha Schröder hatten zwei Kinder, die in Dora zu Schwerin getauft wurden:

 

1. Christian Friedrich get. 26.10.1713

Paten:

H. Christian Flaht

H. Gottfr. Witzendorf

Magdalene Tiesen

2. Sophia Agneta get. 16.3.1718

Paten:

Frau Doctorin Sophia Bartholomaen

Frau Agneta Francken

Mons. Gottfried Bötticher

 

Christian Friedrich kommt später nur als Christian Gottfried oder auch allein als Christian vor.

Über die Paten Christian Flaht und Magdalene Tiesen können wir nur Vermutungen anstellen:

Da wir den Namen Flaht sonst nirgends gefunden haben, wohl aber ein Amtsschneider Hinrich Plaht um 1693 und ein Sekretär Plat noch 1768 in Schwerin vorkam, ist es wahrscheinlich, daß auch Christian Gottfrieds erster Pate Christian Plaht hieß und vielleicht ein Sohn des Amtsschneiders Hinrich war.

Magdalene Tiesen könnte die Tochter des Hutmachers Michel Thießen und der Dorothea Breuel gewesen sein. Ein Ratsherr Jacob Thies wohnte 1625 und 1633 im ersten Quartier und ein Jochim Thies 1633 auf der Bödelei in Schwerin.

Die Familie Witzendorf ist uns bereits bekannt. Der jetzt 53 Jahre alte Gottfried war, wie sein Vater Hartwig Witzendorf, Stadtmusikant. Seine Mutter hatte schon bei Peter Neckels Tochter Marg. Dorothea Pate gestanden, sein Vater bei Berend Brockmanns Tochter Anna-Catharina.

Frau Sophia Bartholomaen kann nur die Ehefrau des aus Arnstadt in Thüringen stammenden Hieronymus Matthäus Bartholomäi in Schwerin gewesen sein, der hier seit 1695 praktischer Arzt war und 1701 noch lebte.

Der Name Franke tritt zuerst mit dem Ratsherrn Johannes Franke um 1691 in Schwerin auf, und wir können annehmen, daß Frau Agneta Francke dessen Ehefrau oder Witwe war.

Der Name Bötticher erscheint zuerst im Häuserregister von 1763 mit dem Fürstl. Kutscher Böttger und 1768 mit dem Stallbedienten Böttcher auf dem Kleinen Moor, vormals Glaisin.

Nach den Taufeintragungen seiner beiden Kinder hören wir nichts mehr von Simon Nicolaus. Weder ihn noch seine Frau fanden wir als Paten im Kirchenbuch. Wohl aber ihre Tochter Sophia Agneta:

J. Sophia Neckel stand an 23. November 1732 bei Ulrich Meyers Tochter Christina Sophia und am 24. Januar 1735 zusammen mit Dethloff Stange Pate bei der Tochter Ilsabe Christina Sophia des aus Parum bei Güstrow stammenden Losbäckers Jürgen Friedrich Schaumkell.

Dethloff Stange war der spätere Schwiegervater des in Wittenförden geborenen HofJägers Jochim Hinrich Neckel.

Sparow in Bildern


Neuerungen:   

  1. Ergänzung des Stammbaumes - 20.01.2016
  2. Ergänzung Dieter Neckel - 08.07.2015
  3. Einfügung der Ehefrauen in den Stammbaum - 28.03.15
  4. Menuunterpunkte vollständig erneuert - 23.03.15

Neue Beiträge:

 

                      

Bitte um Ergänzungen: 

Wer Fehler oder Unvollständigkeiten bezüglich der Texte und vor allem des Stammbaumes findet, möge dies mir mitteilen, damit ich Änderungen bzw. Ergänzungen vornehmen kann.